Gelesen: April 2016.

Leute, macht euch bereit für einen elend langen Blogpost, denn ich habe schon wieder einen ganzen Haufen Bücher verschlungen [kein Sozialleben zu haben ist so förderlich für’s Lesen, haha.. ha] und ein paar Wort dazu zu sagen. Also gönnt euch meine Ausschweifungen zu sage und schreibe dreizehn Büchern, mit insgesamt 3.830 Seiten. [Ich finde diese Lese-Geschwindigkeit mittlerweile bedenklich.]

Mit Blue Lily, Lily Blue von Maggie Stiefvater habe ich gleich zum Monatsanfang meinen Lesemarathon des Raven Cycle beendet und was soll ich sagen? Es hat mich genauso begeistert, wie die ersten zwei Bände auch. Ich liebe die Jungs, ich liebe Blue, ich liebe die Dynamik zwischen ihnen allen, ich liebe alle übernatürlichen Elemente und all die What the fuck Momente. Diese Reihe ist einfach so super um das altbewährte Ich-lege-mich-jetzt-drei-Tage-aufs-Sofa-esse-nicht-schlafe-nicht-und-höre-nicht-mehr-auf-zu-lesen-bis-ich-damit-durch-bin-Nein-mein-Name-ist-nicht-Bastian-Bux-aber-es-dauert-nicht-mehr-lange Konzept anzuwenden und ich bin wirklich unheimlich froh, dass ich Maggie Stiefvater endlich für mich entdecken konnte. Letzte Woche habe ich auch mit The Raven King angefangen, versuche aber, es möglichst im Schneckentempo zu lesen, weil ich meine Babes einfach nicht verlassen will, mimimi.

Danach habe ich im Rahmen der Wanderbuch-Aktion von Lisa Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers gelesen. Und obwohl es mir wieder wirklich sehr viel Spaß gemacht hat, mir all die Kommentare meiner Mitleser zu Gemüte zu führen, muss ich zugeben, dass das Buch an sich leider nichts für mich war. Versteht mich nicht falsch: Mir ist mehr als bewusst, dass es sich auf einem superhohen Kreativitäts-Level bewegt und wahnsinnig viel Liebe und Mühe in den Schreibprozess geflossen sein müssen. [Und von den niedlichen und liebevollen Illustrationen will ich gar nicht erst anfangen.] Aber die Geschichte an sich konnte mich nicht so richtig fesseln. Sie ging mir einfach viel zu langsam voran und ich musste mich an manchen Stellen schon ein bisschen zwingen, überhaupt weiterzulesen.. [Zum Glück gab es aber viele witzige Randkommentare, die meine Laune trotzdem oben halten konnten, heh.] Nichtsdestotrotz kann ich nicht behaupten, dass Die Stadt der Träumenden Bücher kein gutes Buch wäre. Nein, ich verstehe vollkommen, dass man sich auch total in diese Welt und all die Wesen darin hineinverlieben kann. In diesem Fall trifft der Spruch „Es liegt an mir, nicht an dir..“ also tatsächlich mal zu. (ಥ﹏ಥ) Auf jeden Fall möchte ich mich ganz lieb bei Lisa dafür bedanken, dass sie sich die Mühe gemacht hat, diese ganze Wanderbuch-Aktion zu organisieren! Ich würde mich freuen, wenn es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir alle zusammen lesen. 。◕‿◕。

Meine wohl überraschendsten Monatsfavoriten waren die Bücher aus der Captive Prince Trilogie von C.S. Pacat. An alle, die nur das erste Buch gelesen haben und gerade ernsthaft mit dem Gedanken spielen, mir auf allen erdenklichen Sozialen Netzwerken zu entfolgen – STOP! HEAR ME OUT. Let me explain. Angefangen hat das Ganze eigentlich als Idee für einen Buddyread mit Dana. Ich habe über Twitter, Goodreads und Blogs so viele extreme Meinungen [sehr zerreißender Hass und auch tiefe, tiefe Liebe]  mitbekommen, dass ich einfach wusste: Irgendwann musst du dir das auch mal geben, Isa. Und Rainbow Rowell hat auch davon geschwärmt, also.. Warum nicht? Also hab ich irgendwann Abends damit angefangen, es zu lesen und bin plötzlich aus Prokrastinations-Gründen innerhalb kürzester Zeit durchgepflügt. Und.. Hatte keine Meinung dazu, außer „Hmm“. Der Schreibstil war nicht besonders, das Worldbuilding sehr sehr seltsam und es passiert eigentlich nicht sonderlich viel. Ich mochte Damen ganz gern und Laurent war irgendwie interessant, aber das war auch schon alles. Ich stimme allen zu, dass der erste Band Abusive und abschreckend ist und dass nirgendwo Trigger-Warnings genannt werden, finde ich absolut nicht richtig. ABER! Dieser ganze Abusive-Kram wird nicht romantisiert, wie es ja in manch anderen Werken der Fall ist. Damen [aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, btw] findet das alles genauso kacke wie man selbst. AND HERE’S THE THING! Es wird besser. So nichts-sagend der erste Teil ist – So viel besser ist Band zwei [und dann auch Band drei]! Plötzlich gibt es einen richtigen Plot, es wird spannend, der Schreibstil wird angenehmer, der ganze Abusive-Mist weniger, bis er plötzlich gar nicht mehr da ist und die Charaktere entwickeln sich so krassgut! Und ja, ich shippe Damen und Laurent. Hart. Es hat lang gedauert, aber es ist geschehen. Also ja.. I like. ¯\_(ツ)_/¯

Danach habe ich mich seit langem mal wieder in meine kleine Wohlfühl-Welt zurückgezogen und jede Seite der neuen illustrierten Version von Harry Potter und der Stein der Weisen genossen, die mir meine Mom zum Geburtstag geschenkt hat. Ach, und es war so schön! Es ist wirklich viel zu lange her gewesen, dass ich diesen Band zum letzten Mal gelesen habe [ich glaube, das war in der 7. Klasse oder so? Oh, Gott. Ich bin so alt], aber J.K. Rowling hat es wirklich perfektioniert, jede Altersgruppe um den Finger zu wickeln. (~˘▾˘)~ Die Illustrationen von Jim Kay sind [einfach der nackte Oberwahnsinn] so liebevoll gestaltet und fangen die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein, sodass sie mich sofort überzeugt haben, mich auch mal an A Monster Calls von Patrick Ness zu wagen, welches er ebenfalls illustriert hat. Und auch hier kann ich sagen: Es ist einfach genial. Jim Kay weiß ganz genau, wie er das richtige Feeling einer Szene in Bildern einfangen kann und das hat für mich noch so eine kleine Extra-Prise Perfektion auf diese berührende Geschichte gestreut. Und Holy Crap, hab ich am Ende geheult. Also ohne Witz – Ich war heilfroh, dass ich ein Taschentuch als Lesezeichen benutzt habe, haha! (;´༎ຶД༎ຶ`)

Noch am selben Tag, an dem ich A Monster Calls beendet hatte, habe ich mir Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe von Benjamin Alire Sáenz vorgeknöpft und sogar noch in den späten Abendstunden beenden können! So ein schönes Buch, oh Gott. Der Schreibstil, Ari und Dante, ihre Familien mit all ihren Eigenheiten, die Freundschaft, die Liebe, die Situationen, denen sich diese beiden Jungs stellen müssen – Alles war so echt, so greifbar. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, selbst wenn ich gewollt hätte [glücklicherweise war Sonntag, also musste ich auch nicht aufhören]. Also sind die knapp vierhundert Seiten wie im Flug an mir vorbeigezogen. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, obwohl es mich traurig gestimmt hat, dass meine Zeit mit diesen tollen Charakteren schon abgelaufen war – ABER dann habe ich diesen Tweet gelesen und bin ich Jubelschreie ausgebrochen!

Salt to the Sea von Ruta Sepetys – welches als nächstes von meinem TBR-Stapel weichen musste – hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die positiven? Es fällt von der ersten Seite an auf, dass die Autorin wahnsinnig viel Zeit und Nachforschungen in dieses Buch gesteckt hat und ich finde es immer wieder wichtig, dass Schicksale aus Zeiten des 2. Weltkriegs auch in heutigen Veröffentlichungen aufgegriffen werden. Der Untergang der Wilhelm Gustloff war mir bis dahin vollkommen unbekannt [Asche auf mein Haupt, aber wir hatten das auch nie in der Schule, glaube ich?!] und die Idee, die Geschichte aus der Perspektive von Jugendlichen zu erzählen hat mir auch sehr gut gefallen. Was mir jedoch negativ aufgefallen ist, war, dass ich mich sehr von den Figuren abgekapselt gefühlt habe. Den Weg den Joana, Emilia, Florian und die anderen gehen ist schrecklich und brutal und all die Dinge, die sie durchmachen müssen, sollten mich als Leser doch bewegen? Aber.. Nichts. Vielleicht lag es an mir. Vielleicht war es Absicht und ich sollte mich wie ein unbeteiligter Zuschauer fühlen, weil es im Krieg keinen Platz für Trauer um Einzelschicksale gibt? Ich weiß es wirklich nicht.. Von dieser Tatsache aber mal abgesehen hat mir mein erstes Buch von Ruta Sepetys gut gefallen und schon gespannt auf den Vorgänger Between Shades of Grey gemacht, der von Joanas Cousine Lina handelt.

Und zu guter Letzt habe ich mir auch noch etwas von der Manga- & Comic-Front gegönnt – Muss ja auch mal wieder sein. Nachdem ich mit meiner Mom nämlich vor kurzem die erste Staffel von Tokyo Ghoul beendet habe, konnte ich mir endlich ein Herz fassen und die Mangas [die ja viel besser sein sollen, als die Anime-Umsetzung] in Angriff nehmen. Die ersten beiden habe ich im Laufe des Aprils durchlesen können und habe noch keine allzu gravierenden Unterschiede festgestellt. Ich wurde aber schon öfter gespoilert und weiß deshalb so grob, wann sich Manga und Anime voneinander trennen – Deshalb kann ich es kaum erwarten, dort anzukommen und die bessere Storyline erleben zu können!
Außerdem habe ich endlich bei Amazon zugeschlagen, mir die erste Volume des Comic-Epos Saga von Brian K. Vaughan bestellt und innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Was soll ich sagen? Es war genauso awesome, wie der Hype es mir schon prophezeit hat. So viele fantastische Kreaturen, ein endloser Krieg im Universum und eine junge Familie zwischen den Fronten. What’s not to love? Und wenn schon der Einstieg so wahnsinnig gut war, wie soll ich dann die folgenden Bände überleben?
Ach, und fast vergessen: Meine Sucht nach Owari no Seraph von Takaya Kagami wurde auch mal wieder befriedigt, da ich mir von einem braufrischen Amazon-Gutschein die Volume 8 bestellt und – genau wie SAGA – schnell weggenascht habe. Da sich die Handlung des Mangas kaum von der des Animes unterscheidet, bleibt mir dazu eigentlich auch nichts weiter zu sagen als: MIKAAAAAAAAAAAA!

Gelesen: März 2016.

Ehm, entschuldigt? Wo ist bitte der März hin? Hatte der nicht gerade erst angefangen? Irgendwie war im März immer etwas los, und wenn ich zurückblicke, sehe ich mich eigentlich nur arbeiten und den Hamilton-Soundtrack hören. Aber Goodreads sagt, dass ich auch ab und an zum lesen gekommen bin. Und obwohl ich eine ganze Weile an einem bestimmten Buch zu knabbern hatte und einfach nicht vorwärts kam, bin ich trotzdem auf insgesamt 6 Bücher und 2.266 Seiten gekommen. WhoopWhoop!

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Bereits im Februar habe ich im Rahmen des #5Books7Days Readathons The Night Circus von Erin Morgenstern angefangen, dann aber beschlossen, dass es zu schön ist, um es zu binge-lesen. Deshalb habe ich die letzten 200 Seiten in den März hineingeschoben und wurde nicht von dieser Entscheidung enttäuscht. Der Aufbau des Buches und der Schreibstil sind ein absoluter Traum und die verstrickte Geschichte um den geheimnisvollen Nachtzirkus Le Cirque des Reves ist einfach nur faszinierend. Auch in die Charaktere habe ich mich ein kleines bisschen verliebt. Definitiv eine ganz große Leseempfehlung!

Kurz danach habe ich einen sehr faulen Sonntag genutzt, um mal wieder auf den neusten Manga-Stand bei Attack on Titan von Hajime Isayama zu kommen [ich habe wirklich so einige Kapitel verpasst, huuuch] und habe damit in einem Rutsch Band 17 und 18 durchgesuchtet. Und OHMANN, ES WAR SO GUT! So viele neue Hintergründe werden enthüllt [Mimimi, Marco! *grosssobbing*] und das letzte Kapitel hat mich an einem ziemlich miesen Cliff hängen lassen. Rude! Und jetzt heißt es wieder warten..

Das Buch, an dem ich mich diesen Monat am längsten aufgehalten habe ist Königin der Schatten von Erika Johansen, das ich als Rezensionsexemplar vom Randomhouse Bloggerportal angefordert hatte. Durch die vielen positiven Meinungen, die so durchs Internet schwirren und die bevorstehende Verfilmung des Buches mit Emma Watson in der Hauptrolle, war ich ziemlich gespannt darauf, wurde aber leider enttäuscht. The Queen of the Tearling – wie es im Original heißt – war leider absolut gar nichts für mich. Das flache, unglaubwürdige Worldbuilding, die blöden Charaktere und seltsamen Schmuddelheftchen-Sätze haben mich extrem abgeschreckt. Eine längere Rezension findet ihr hier.

Sowohl meine Laune als auch die Anzahl meiner im März gelesenen Bücher hat dann zum Glück Maggie Stiefvater angehoben. The Raven Boys und The Dream Thieves [die ersten beiden Bände aus ihrer Reihe The Raven Cycle] sind Bücher, von denen ich nicht gedacht hätte, sie jemals zu mögen. Ich weiß auch nicht wieso, aber allein der Titel The Raven Boys hat mich von Anfang an abgestoßen. Die Deutschen Cover haben dann den Rest getan und ich habe es einfach als Klischee-YA-Kram abgestempelt. GOD, I WAS SO WRONG. Denn dann kam Marie – die übrigens zusammen mit ihrem Freund Micha einen wahnsinnig tollen Blog betreibt! Los, abonniert die beiden! Jetzt sofort! #spon – und hat mich eines besseren belehrt. Tja, und was soll ich sagen? Ich liebe alles an diesen Büchern! Die Charaktere, die Freundschaften, die zahlreichen Übernatürlichen Elemente, den witzigen Schreibstil, die entstehenden Lovestorys, das Foreshadowing. ALLES! Gerade lese ich den dritten Band Blue Lily, Lily Blue [habe dabei weiterhin Herzchenaugen] und warte schon gespannt auf das große Finale The Raven King, das am 26. April erscheint, uuhhhh! [Pynch wird Endgame, ganz sicher. Das muss so kommen!]


Was waren eure März-Highlights?

Gelesen: Februar 2016.

Ha! Wieder ist ein erfolgreicher Lesemonat zu Ende gegangen. Und das schon vor einigen Tagen, weil ich mal wieder viel zu faul war, einen ausführlicheren Text abzutippen. Aber was soll’s? Jetzt bin ich ja da und haue – begleitet von schmissigen Anime-Openings – kräftig in die Tasten. Also los geht’s!

Genau wie im Januar habe ich mir wieder wirklich viel Zeit zum Lesen beiseite genommen und bin auf die stolze Anzahl von 9 Büchern gekommen. Welche davon mich im Februar begeistern konnten und welche doch nur ein genervtes „Meeeh“ auslösten, könnt ihr in den nächsten Zeilen erfahren.

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Mein erstes Buch in diesem Monat und gleichzeitig mein absolutes Highlight war Six of Crows von Leigh Bardugo. Meine Gedanken dazu habe ich ja bereits hier sehr ausführlich zum Besten gegeben und ich kann mich nur wiederholen: Lest dieses Buch. Es ist so wahnsinnig gut! Ein mitreißender Raubzug, realistische Charaktere mit toller Entwicklung und spannenden Hintergrundgeschichten und ein gut durchdachtes Worldbuilding – What’s not to love? Leigh Bardugo hat sich wirklich selbst übertroffen und ich kann es kaum erwarten, Crooked Kingdom im September in den Händen zu halten.

Als nächstes habe ich Passenger von Alexandra Bracken gelesen, das vor einigen Wochen erschienen ist. Da es in Passenger um zwei meiner liebsten Themen ever geht – Zeitreisen und Piraten! – war ich wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Vor allem auch, weil ich schon viel Schwärmerei über Brackens The Darkest Minds Trilogie gelesen habe. Umso größer war dann aber auch meine Enttäuschung.. Vielleicht lag es daran, dass ich so langsam aus der Young Adult Schiene rausgewachsen bin, aber diese Geschichte hat mir absolut gar nichts gegeben. Zeitreisen und Piraten sind natürlich immer noch cool – Diese Aspekte hat Frau Bracken auch ziemlich gut umgesetzt. ABER DANN KAM DIESE VERKACKTE LOVESTORY. Echt, ich habe nichts gegen eine niedliche/mitreißende/herzschmerzige Liebesgeschichte, aber Etta und Nicholas sind mir so dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich es gar nicht richtig in Worte fassen kann. Ich sag aber nur eins: Insta-Love. Und noch eins: Unnötig. Ughhh.

Das Lied des Achill von Madeline Miller löste mich dann wieder aus meiner Enttäuschungsstarre und warf mich dafür gnadenlos in ein tiefes Meer aus Tränen. Wer jetzt denkt: „Warum flennt die Alte denn da, jeder weiß doch, was am Ende von Troja passiert“, dem kann ich sagen: Nein, das weiß nicht jeder! Ich wusste es nicht, weil ich Troja bis dahin nie gesehen hatte. Mein einziger Hinweis auf ein trauriges Ende war die Rezension von Kinda Bookish, die mich auch davon überzeugt hat, dieses Buch zu kaufen. Und OHMEINGOTT, ICH HAB ES SO GELIEBT! SO SO SEHR! Der Schreibstil war selbst auf Deutsch wunderschön und die Geschichte um Achill und Patroklos hat mein eiskaltes Herz zum schmelzen gebracht. Oh, Mann. Ich liebe Gay Romance. So sehr, dass ich zu diesem Buch wohl auch noch eine lange, lange Rezension schreiben muss. [Man nennt mich übrigens auch The Girl Who Cried „GAAAAY“]

Haha, und als nächstes haben wir wieder eine Enttäuschung dabei! Im Rahmen der Gedruckte Seiten und Bewegte Bilder Challenge von Sandy und Anja habe ich mich nämlich an den hart gehypten Roman Room von Emma Donoghue gewagt. Eine sehr lange Rezension ist bereits abgetippt und wird noch folgen, sobald der gleichnamige Film in meinem Minikino läuft, aber ich kann euch jetzt schon mal sagen: Ich habe dieses Buch gehasst. Aus den Untiefen meiner Seele. Obwohl ich die Idee, diese Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jacks [der nichts außer diesem einen Raum kennt, in dem er aufgewachsen ist] zu erzählen, echt interessant fand, hat mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen können. Trotz des sehr bedrückenden und eigentlich auch berührenden Themas, hat dieses Buch nichts [außer das beständige reißen meines Geduldsfadens] in mir ausgelöst. Schade.

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Kommen wir nun zu meiner Teilnahme an meinem allerersten Readathon [#5Books7Days] den ich ja bereits im letzten Post angekündigt hatte. Ich spoilere gleich mal vorweg: Ich habe ihn durchgezogen und fünf Bücher in einer Woche durchgelesen! Yay! Ich bin sehr stolz auf mich, muss aber auch gestehen, dass ich vielleicht ein ganz kleines bisschen geschummelt habe. Denn ein ziemlich dickes Buch [The Night Circus] aus meinem Readathon-TBR habe ich durch ein ziemlich schmales Buch [der Kurzgeschichte Kindred Spirits] ersetzt. Grundsätzlich hätte ich The Night Circus auch noch innerhalb der Frist geschafft, aber der Schreibstil von Erin Morgenstern war so wunderschön, dass ich mir mit dem Lesen einfach viel mehr Zeit lassen wollte. [Noch ein Spoiler: Das war eine sehr gute Entscheidung!]

#5Books7Days habe ich mit Attachments von Rainbow Rowell gestartet. Ich liebe diese Frau einfach abgöttisch und ihr werdet sehen, dass sie sich als Roter Faden durch meinen Readathon gezogen hat, heh. Attachments hat mir gut gefallen. Wie immer lebt die Geschichte von ihren tollen Charakteren und dem fluffigen Schreibstil – Die Story an sich war für mich aber an vielen Stellen sehr langatmig und ich musste mich immer wieder fragen: Was wäre, wenn Lincoln scheiße ausgesehen hätte?!

Das Wunder von Narnia von C.S. Lewis konnte ich innerhalb eines Tages beenden, da es mit 144 Seiten eines der kürzesten Bücher meines TBRs war. Die Vorgeschichte zur Entstehung von Narnia hat mich gut unterhalten, aber auch nicht unbedingt vom Hocker reißen können. Trotzdem hat es mir Lust auf die folgenden Bände – die noch in einem schicken Schuber in meinem Bücherregal stehen – gemacht.
Zum nächsten Buch, The Wolves of Willoughby Chase, von Joan Aiken, das ich mir letztes Jahr in London ershoppt hatte, kann ich nicht allzu viel sagen. Die Geschichte war interessant, ist aber so gut wie gar nicht bei mir hängen geblieben. [Das könnte aber daran liegen, dass es ein Kinderbuch ist..]

Und dann kam Kindred Spirits von Rainbow Rowell, mein kleines „Schummelbuch“. Diese 63-seitige Kurzgeschichte handelt von Elena, einem leidenschaftlichen Star Wars Fan. Ich habe es in ungefähr einer Stunde weggelesen und hatte echt Spaß dabei! Natürlich passiert innerhalb der wenigen Seiten nicht sonderlich viel, aber das ist ja [wie ich immer wieder betone, ich weiß] der eigentliche Zauber von Rainbow Rowells Büchern. Sie leben nicht von großen Ereignissen, sondern von ihren glaubwürdigen und liebenswerten Charakteren. Sie schafft es, selbst innerhalb so weniger Seiten echte Personen zu schreiben und interessante Beziehungen aufzubauen, die nicht nur auf dem Thema „Liebe“ basieren.

Beendet habe ich #5Books7Days dann mit Landline, ebenfalls von der guten Rainbow Rowell. Landline ist ganz anders, als das, was ich bisher von ihr gelesen habe. Die Charaktere sind um einiges älter, seit 14 Jahren verheiratet und machen gerade eine ziemlich harte Zeit in ihrer Ehe durch. Zwar gibt es schon ein gewisses magisches YA-Element [das dem Buch auch seinen Namen gegeben hat], aber trotzdem ist dieser Roman insgesamt sehr erwachsen und real. Definitiv eine Leseprobe wert! ;D


Was waren eure Bücher-Highlights im Februar?

Gelesen: Januar 2016.

Der Januar war mit 18 gelesenen Büchern ein sehr erfolgreicher Monat für mich! Ich glaube, so viele Bücher habe ich noch nie in so kurzer Zeit geschafft – Auch, wenn einige davon Mangas und andere einfach grundsätzlich recht kurz waren, bin ich auf eine stolze Anzahl von 4.493 Seiten gekommen. Und das ohne Urlaub oder Krankheitstage an der Arbeit! Yeah! Aber genug der statistischen Angeberei.

Let’s talk about some books!

Bildschirmfoto 2016-02-09 um 20.23.40Meine ersten Bücher im Jahr 2016 waren Ausgabe 1 – 7 des Mangas Owari no Seraph von Takaya Kagami. Wie bereits in meinem Weihnachtslieder Buch-Tag erwähnt, bin ich besessen vom gleichnamigen Anime, sodass ich [natürlich] auch den Manga besitzen und lesen musste. Was wirklich eine sehr gute Entscheidung war! Denn dadurch hatte ich viel mehr Zeit, mich näher mit dem Worldbuildung und den Charakteren [deren Namen ich nun endlich alle kenne!] zu beschäftgen, sie richtig zu verstehen und die Story noch viel mehr zu genießen. Ach, und die Zeichnungen sind so awesome! Und Mikayuu. Holy Shit. Was soll ich dazu noch sagen? OTP! OTP Forever and Ever. </3

Danach enttäuschte mich Jonathan Stroud ein großes bisschen mit Der wispernde Schädel, dem zweiten Teil seiner Reihe Lockwood & Co. Während ich Die seufzende Wendeltreppe noch recht originell und spannend fand, hat mich dieser Teil einfach nur gelangweilt. Und wenn es mal etwas interessanter wurde, musste Lucy gleich ins Bild springen und mal wieder eine Runde Hass auf alle weiblichen Wesen in ihrer Umgebung versprühen. Ugggh, so anstrengend!
Funfact: Meine Mutter hat sich das Buch – gleich nachdem ich es 2015 auf der Buchmesse gekauft hatte – von mir geliehen und sage und schreibe 9 Monate dafür gebraucht, um es zu beenden. Nicht, weil sie megalangsam lesen würde [Harry Potter und der Stein der Weisen hat sie zum Beispiel in einer Woche geschafft], sondern weil sie die Geschichte so elendig öde fand, aber nicht abbrechen wollte.

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Mit Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller habe ich mal wieder versucht, mich den Klassikern der Literaturgeschichte anzunähern. Ich fand es nicht ganz so anstrengend wie Hamlet [mit dem ich mich im Dezember auseinandergesetzt hatte], aber trotzdem noch nicht so richtig meine Wellenlänge.. Der Anime dazu hat mir auf jeden Fall deutlich besser gefallen, wenn mich meine Kindheitserinnerungen jetzt nicht trügen. ;D Ganz witzig fand ich dagegen Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare. Dieses Stück war zum größten Teil sehr gut zu lesen und die Handlung hat mir auch ganz gut gefallen. Da finde ich es immer sehr traurig, dass ich solche Werke nie in der Schule behandeln durfte.

Bildschirmfoto 2016-02-12 um 15.08.10The Bronze Horseman von Paulina Simmons war das dickste Buch, das ich im Januar beenden konnte. Eigentlich lag es von der zeitlichen Anordnung nicht unbedingt in meinem üblichen Bereich – Ich glaube, ich habe noch nie etwas gelesen, das zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gespielt hat – Aber nachdem ich überall nur Schwärmerei darüber gelesen habe, musste ich es einfach ausprobieren.
Alle geschichtlichen Aspekte [besonders die Belagerung Leningrads und das langsame aushungern des Volkes] fand ich unheimlich interessant. Grundsätzlich mochte ich auch die Charaktere, obwohl mir gerade Tatiana sehr naiv vorkam und sich [trotzdem Charakterentwicklung nach Ausbruch des Krieges] immer wieder hat ausnutzen lassen.. Beim Hype um die Liebesgeschichte zwischen Tatiana und Alexander kann ich aber leider nicht mitmachen. Dafür hat mich einfach zu viel daran gestört.. Das komplette Dasha-Drama zum Beispiel, und auch oftmals Alexanders Verhalten Tatiana gegenüber. Nichtsdestotrotz fand ich The Bronze Horseman sehr interessant und hat mich definitiv davon überzeugt, öfter mal meine „Comfort Zone“ zu verlassen und Geschichten zu lesen, die nicht in meiner Zeit spielen. Oder in der nahen/fernen Zukunft.

Vor zirka einem Jahr hatte ich mir auf einem Nachtflohmarkt Death Note, Volume 1 – 6 von Tsugumi Ohba gekauft, die seitdem unberührt in meinem Bücherregal lagen. Irgendwie hatte ich seit diesem Kauf nie wieder richtig Lust darauf, den Manga in Angriff zu nehmen. Aber nachdem ich so begeistert von Owari no Seraph war, wurde mir in der letzten Januar-Woche klar: Meine Zeit ist gekommen! Und ja, so war es dann auch. Ich habe mich superschnell durch alle sechs Bände gesuchtet und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Light Yagami ist so ein interessanter Bösewicht-Oder-Eventuell-Auch-Held-Je-Nachdem-Welchen-Gerechtigkeitssinn-Man-So-Hat und die Jagd, die zwischen ihm und L beginnt, ist oftmals wahnsinnig spannend. Das einzige Problem, das ich jetzt habe ist.. Woher bekomme ich die anderen sechs Bände zu so einem Spottbilligen Preis wie auf dem Nachtflohmarkt? ;D

Und last but not least: Ready Player One von Ernest Cline. Diese Geschichte habe ich mir als ebook gegönnt und so geliebt! Das Worldbuilding war richtig super durchdacht und gründlich und die ganze Darstellung von Online-Games, der Spannungsaufbau und die Charaktere waren alles, was ich mir früher schon von Sword Art Online erwartet hatte – Ich weiß, ich vergleiche hier Äpfel und Birnen aber ich fand die Idee hinter SAO so gut und am Ende wurde es durch eine übertrieben kitschige Lovestory verhunzt und ich war so enttäuscht! Zwar gibt es in Ready Player One auch eine kleine Liebesgeschichte, die eigentlich unnötig gewesen wäre, aber die stört auch einfach nicht weiter, weil sie dem Plot nicht im Weg war und die Suche nach Hallidays Easter Egg trotzdem an erster Stelle stand. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war, dass die Spieler in der Oasis zwar alle ziemlich fit aussahen, im Real Life aber alles andere als schlank und sportlich waren und jeder so seine kleinen und großen Problemzonen hatte. Ohhh, und die 80er Jahre Referenzen! Ich habe zwar nur so jede fünfte tatsächlich selbst gekannt, aber das hat mir absolut gar nichts ausgemacht, weil alles immer ganz locker erklärt wurde. Mein einziger Kritikpunkt könnte sein, dass man sich das Ende schon von Anfang an erahnen kann. Aber hey? Wenn ich’s mir recht überlege.. Was soll’s? Es geht doch auch ohne Plottwists und Irreführungen. Manchmal geht’s einfach um den Weg zum Ziel, am I right?


Was war euer Lese-Highlight im Januar?