Gelesen: Februar 2016.

Ha! Wieder ist ein erfolgreicher Lesemonat zu Ende gegangen. Und das schon vor einigen Tagen, weil ich mal wieder viel zu faul war, einen ausführlicheren Text abzutippen. Aber was soll’s? Jetzt bin ich ja da und haue – begleitet von schmissigen Anime-Openings – kräftig in die Tasten. Also los geht’s!

Genau wie im Januar habe ich mir wieder wirklich viel Zeit zum Lesen beiseite genommen und bin auf die stolze Anzahl von 9 Büchern gekommen. Welche davon mich im Februar begeistern konnten und welche doch nur ein genervtes „Meeeh“ auslösten, könnt ihr in den nächsten Zeilen erfahren.

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Mein erstes Buch in diesem Monat und gleichzeitig mein absolutes Highlight war Six of Crows von Leigh Bardugo. Meine Gedanken dazu habe ich ja bereits hier sehr ausführlich zum Besten gegeben und ich kann mich nur wiederholen: Lest dieses Buch. Es ist so wahnsinnig gut! Ein mitreißender Raubzug, realistische Charaktere mit toller Entwicklung und spannenden Hintergrundgeschichten und ein gut durchdachtes Worldbuilding – What’s not to love? Leigh Bardugo hat sich wirklich selbst übertroffen und ich kann es kaum erwarten, Crooked Kingdom im September in den Händen zu halten.

Als nächstes habe ich Passenger von Alexandra Bracken gelesen, das vor einigen Wochen erschienen ist. Da es in Passenger um zwei meiner liebsten Themen ever geht – Zeitreisen und Piraten! – war ich wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Vor allem auch, weil ich schon viel Schwärmerei über Brackens The Darkest Minds Trilogie gelesen habe. Umso größer war dann aber auch meine Enttäuschung.. Vielleicht lag es daran, dass ich so langsam aus der Young Adult Schiene rausgewachsen bin, aber diese Geschichte hat mir absolut gar nichts gegeben. Zeitreisen und Piraten sind natürlich immer noch cool – Diese Aspekte hat Frau Bracken auch ziemlich gut umgesetzt. ABER DANN KAM DIESE VERKACKTE LOVESTORY. Echt, ich habe nichts gegen eine niedliche/mitreißende/herzschmerzige Liebesgeschichte, aber Etta und Nicholas sind mir so dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich es gar nicht richtig in Worte fassen kann. Ich sag aber nur eins: Insta-Love. Und noch eins: Unnötig. Ughhh.

Das Lied des Achill von Madeline Miller löste mich dann wieder aus meiner Enttäuschungsstarre und warf mich dafür gnadenlos in ein tiefes Meer aus Tränen. Wer jetzt denkt: „Warum flennt die Alte denn da, jeder weiß doch, was am Ende von Troja passiert“, dem kann ich sagen: Nein, das weiß nicht jeder! Ich wusste es nicht, weil ich Troja bis dahin nie gesehen hatte. Mein einziger Hinweis auf ein trauriges Ende war die Rezension von Kinda Bookish, die mich auch davon überzeugt hat, dieses Buch zu kaufen. Und OHMEINGOTT, ICH HAB ES SO GELIEBT! SO SO SEHR! Der Schreibstil war selbst auf Deutsch wunderschön und die Geschichte um Achill und Patroklos hat mein eiskaltes Herz zum schmelzen gebracht. Oh, Mann. Ich liebe Gay Romance. So sehr, dass ich zu diesem Buch wohl auch noch eine lange, lange Rezension schreiben muss. [Man nennt mich übrigens auch The Girl Who Cried „GAAAAY“]

Haha, und als nächstes haben wir wieder eine Enttäuschung dabei! Im Rahmen der Gedruckte Seiten und Bewegte Bilder Challenge von Sandy und Anja habe ich mich nämlich an den hart gehypten Roman Room von Emma Donoghue gewagt. Eine sehr lange Rezension ist bereits abgetippt und wird noch folgen, sobald der gleichnamige Film in meinem Minikino läuft, aber ich kann euch jetzt schon mal sagen: Ich habe dieses Buch gehasst. Aus den Untiefen meiner Seele. Obwohl ich die Idee, diese Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jacks [der nichts außer diesem einen Raum kennt, in dem er aufgewachsen ist] zu erzählen, echt interessant fand, hat mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen können. Trotz des sehr bedrückenden und eigentlich auch berührenden Themas, hat dieses Buch nichts [außer das beständige reißen meines Geduldsfadens] in mir ausgelöst. Schade.

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Kommen wir nun zu meiner Teilnahme an meinem allerersten Readathon [#5Books7Days] den ich ja bereits im letzten Post angekündigt hatte. Ich spoilere gleich mal vorweg: Ich habe ihn durchgezogen und fünf Bücher in einer Woche durchgelesen! Yay! Ich bin sehr stolz auf mich, muss aber auch gestehen, dass ich vielleicht ein ganz kleines bisschen geschummelt habe. Denn ein ziemlich dickes Buch [The Night Circus] aus meinem Readathon-TBR habe ich durch ein ziemlich schmales Buch [der Kurzgeschichte Kindred Spirits] ersetzt. Grundsätzlich hätte ich The Night Circus auch noch innerhalb der Frist geschafft, aber der Schreibstil von Erin Morgenstern war so wunderschön, dass ich mir mit dem Lesen einfach viel mehr Zeit lassen wollte. [Noch ein Spoiler: Das war eine sehr gute Entscheidung!]

#5Books7Days habe ich mit Attachments von Rainbow Rowell gestartet. Ich liebe diese Frau einfach abgöttisch und ihr werdet sehen, dass sie sich als Roter Faden durch meinen Readathon gezogen hat, heh. Attachments hat mir gut gefallen. Wie immer lebt die Geschichte von ihren tollen Charakteren und dem fluffigen Schreibstil – Die Story an sich war für mich aber an vielen Stellen sehr langatmig und ich musste mich immer wieder fragen: Was wäre, wenn Lincoln scheiße ausgesehen hätte?!

Das Wunder von Narnia von C.S. Lewis konnte ich innerhalb eines Tages beenden, da es mit 144 Seiten eines der kürzesten Bücher meines TBRs war. Die Vorgeschichte zur Entstehung von Narnia hat mich gut unterhalten, aber auch nicht unbedingt vom Hocker reißen können. Trotzdem hat es mir Lust auf die folgenden Bände – die noch in einem schicken Schuber in meinem Bücherregal stehen – gemacht.
Zum nächsten Buch, The Wolves of Willoughby Chase, von Joan Aiken, das ich mir letztes Jahr in London ershoppt hatte, kann ich nicht allzu viel sagen. Die Geschichte war interessant, ist aber so gut wie gar nicht bei mir hängen geblieben. [Das könnte aber daran liegen, dass es ein Kinderbuch ist..]

Und dann kam Kindred Spirits von Rainbow Rowell, mein kleines „Schummelbuch“. Diese 63-seitige Kurzgeschichte handelt von Elena, einem leidenschaftlichen Star Wars Fan. Ich habe es in ungefähr einer Stunde weggelesen und hatte echt Spaß dabei! Natürlich passiert innerhalb der wenigen Seiten nicht sonderlich viel, aber das ist ja [wie ich immer wieder betone, ich weiß] der eigentliche Zauber von Rainbow Rowells Büchern. Sie leben nicht von großen Ereignissen, sondern von ihren glaubwürdigen und liebenswerten Charakteren. Sie schafft es, selbst innerhalb so weniger Seiten echte Personen zu schreiben und interessante Beziehungen aufzubauen, die nicht nur auf dem Thema „Liebe“ basieren.

Beendet habe ich #5Books7Days dann mit Landline, ebenfalls von der guten Rainbow Rowell. Landline ist ganz anders, als das, was ich bisher von ihr gelesen habe. Die Charaktere sind um einiges älter, seit 14 Jahren verheiratet und machen gerade eine ziemlich harte Zeit in ihrer Ehe durch. Zwar gibt es schon ein gewisses magisches YA-Element [das dem Buch auch seinen Namen gegeben hat], aber trotzdem ist dieser Roman insgesamt sehr erwachsen und real. Definitiv eine Leseprobe wert! ;D


Was waren eure Bücher-Highlights im Februar?

2 Gedanken zu “Gelesen: Februar 2016.

  1. Liebe Isa,
    ich bin so froh, dass dir das Lied des Achills gefallen hat. Das Buch ist aber auch einfach großartig! Six of Crows habe ich gerade auch durch. Ich werde mir gleich als nächstes deine Rezension dazu zu Gemüte führen. Meine ist auch schon abgetippt und wir nächste Woche veröffentlicht. Nur kurz: Ich liebe das Buch. Alles daran. Es war so unglaublich toll und ein wahrhaftes Erlebnis, das mich seit langem mal wieder umgehauen hat. Ich bin ja immer vorsichtig bei gehypten Büchern, wegen den zu Hohen Erwartungen, die nie erfüllt werden können, weil sie einfach zu hoch sind.
    Beim #5Books7Days-Readathon hab ich auch mitgemacht, das lief aber alles andere als vielversprechend :/

    Ich wollte dich gerade bei Goodreads adden, bis ich gemerkt hab, das wir dort schon Freunde sind :D So typisch für mich.

    Liebe Grüße,
    Susanne

    • Hallo! :)
      „Gefallen“ ist gar kein Ausdruck, ich habe es geliebt! <3 Vielen Dank für die Rezension – Ohne wäre ich sicher niemals darauf gestoßen. :)
      Mit Six of Crows hast du vollkommen recht, es ist einfach der Wahnsinn! Erst hatte ich es [aus den selben Gründen wie du: Der Hype ist manchmal abschreckend] mit dem lesen nicht so eilig, aber als ich erstmal angefangen hatte, gab es mein zurück mehr! :D

      Schade, dass dein Readathon nicht ganz so erfolgreich war – Aber das war ja auch sicher nicht der letzte! :))

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