Gelesen: Januar 2016.

Der Januar war mit 18 gelesenen Büchern ein sehr erfolgreicher Monat für mich! Ich glaube, so viele Bücher habe ich noch nie in so kurzer Zeit geschafft – Auch, wenn einige davon Mangas und andere einfach grundsätzlich recht kurz waren, bin ich auf eine stolze Anzahl von 4.493 Seiten gekommen. Und das ohne Urlaub oder Krankheitstage an der Arbeit! Yeah! Aber genug der statistischen Angeberei.

Let’s talk about some books!

Bildschirmfoto 2016-02-09 um 20.23.40Meine ersten Bücher im Jahr 2016 waren Ausgabe 1 – 7 des Mangas Owari no Seraph von Takaya Kagami. Wie bereits in meinem Weihnachtslieder Buch-Tag erwähnt, bin ich besessen vom gleichnamigen Anime, sodass ich [natürlich] auch den Manga besitzen und lesen musste. Was wirklich eine sehr gute Entscheidung war! Denn dadurch hatte ich viel mehr Zeit, mich näher mit dem Worldbuildung und den Charakteren [deren Namen ich nun endlich alle kenne!] zu beschäftgen, sie richtig zu verstehen und die Story noch viel mehr zu genießen. Ach, und die Zeichnungen sind so awesome! Und Mikayuu. Holy Shit. Was soll ich dazu noch sagen? OTP! OTP Forever and Ever. </3

Danach enttäuschte mich Jonathan Stroud ein großes bisschen mit Der wispernde Schädel, dem zweiten Teil seiner Reihe Lockwood & Co. Während ich Die seufzende Wendeltreppe noch recht originell und spannend fand, hat mich dieser Teil einfach nur gelangweilt. Und wenn es mal etwas interessanter wurde, musste Lucy gleich ins Bild springen und mal wieder eine Runde Hass auf alle weiblichen Wesen in ihrer Umgebung versprühen. Ugggh, so anstrengend!
Funfact: Meine Mutter hat sich das Buch – gleich nachdem ich es 2015 auf der Buchmesse gekauft hatte – von mir geliehen und sage und schreibe 9 Monate dafür gebraucht, um es zu beenden. Nicht, weil sie megalangsam lesen würde [Harry Potter und der Stein der Weisen hat sie zum Beispiel in einer Woche geschafft], sondern weil sie die Geschichte so elendig öde fand, aber nicht abbrechen wollte.

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Mit Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller habe ich mal wieder versucht, mich den Klassikern der Literaturgeschichte anzunähern. Ich fand es nicht ganz so anstrengend wie Hamlet [mit dem ich mich im Dezember auseinandergesetzt hatte], aber trotzdem noch nicht so richtig meine Wellenlänge.. Der Anime dazu hat mir auf jeden Fall deutlich besser gefallen, wenn mich meine Kindheitserinnerungen jetzt nicht trügen. ;D Ganz witzig fand ich dagegen Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare. Dieses Stück war zum größten Teil sehr gut zu lesen und die Handlung hat mir auch ganz gut gefallen. Da finde ich es immer sehr traurig, dass ich solche Werke nie in der Schule behandeln durfte.

Bildschirmfoto 2016-02-12 um 15.08.10The Bronze Horseman von Paulina Simmons war das dickste Buch, das ich im Januar beenden konnte. Eigentlich lag es von der zeitlichen Anordnung nicht unbedingt in meinem üblichen Bereich – Ich glaube, ich habe noch nie etwas gelesen, das zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gespielt hat – Aber nachdem ich überall nur Schwärmerei darüber gelesen habe, musste ich es einfach ausprobieren.
Alle geschichtlichen Aspekte [besonders die Belagerung Leningrads und das langsame aushungern des Volkes] fand ich unheimlich interessant. Grundsätzlich mochte ich auch die Charaktere, obwohl mir gerade Tatiana sehr naiv vorkam und sich [trotzdem Charakterentwicklung nach Ausbruch des Krieges] immer wieder hat ausnutzen lassen.. Beim Hype um die Liebesgeschichte zwischen Tatiana und Alexander kann ich aber leider nicht mitmachen. Dafür hat mich einfach zu viel daran gestört.. Das komplette Dasha-Drama zum Beispiel, und auch oftmals Alexanders Verhalten Tatiana gegenüber. Nichtsdestotrotz fand ich The Bronze Horseman sehr interessant und hat mich definitiv davon überzeugt, öfter mal meine „Comfort Zone“ zu verlassen und Geschichten zu lesen, die nicht in meiner Zeit spielen. Oder in der nahen/fernen Zukunft.

Vor zirka einem Jahr hatte ich mir auf einem Nachtflohmarkt Death Note, Volume 1 – 6 von Tsugumi Ohba gekauft, die seitdem unberührt in meinem Bücherregal lagen. Irgendwie hatte ich seit diesem Kauf nie wieder richtig Lust darauf, den Manga in Angriff zu nehmen. Aber nachdem ich so begeistert von Owari no Seraph war, wurde mir in der letzten Januar-Woche klar: Meine Zeit ist gekommen! Und ja, so war es dann auch. Ich habe mich superschnell durch alle sechs Bände gesuchtet und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Light Yagami ist so ein interessanter Bösewicht-Oder-Eventuell-Auch-Held-Je-Nachdem-Welchen-Gerechtigkeitssinn-Man-So-Hat und die Jagd, die zwischen ihm und L beginnt, ist oftmals wahnsinnig spannend. Das einzige Problem, das ich jetzt habe ist.. Woher bekomme ich die anderen sechs Bände zu so einem Spottbilligen Preis wie auf dem Nachtflohmarkt? ;D

Und last but not least: Ready Player One von Ernest Cline. Diese Geschichte habe ich mir als ebook gegönnt und so geliebt! Das Worldbuilding war richtig super durchdacht und gründlich und die ganze Darstellung von Online-Games, der Spannungsaufbau und die Charaktere waren alles, was ich mir früher schon von Sword Art Online erwartet hatte – Ich weiß, ich vergleiche hier Äpfel und Birnen aber ich fand die Idee hinter SAO so gut und am Ende wurde es durch eine übertrieben kitschige Lovestory verhunzt und ich war so enttäuscht! Zwar gibt es in Ready Player One auch eine kleine Liebesgeschichte, die eigentlich unnötig gewesen wäre, aber die stört auch einfach nicht weiter, weil sie dem Plot nicht im Weg war und die Suche nach Hallidays Easter Egg trotzdem an erster Stelle stand. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war, dass die Spieler in der Oasis zwar alle ziemlich fit aussahen, im Real Life aber alles andere als schlank und sportlich waren und jeder so seine kleinen und großen Problemzonen hatte. Ohhh, und die 80er Jahre Referenzen! Ich habe zwar nur so jede fünfte tatsächlich selbst gekannt, aber das hat mir absolut gar nichts ausgemacht, weil alles immer ganz locker erklärt wurde. Mein einziger Kritikpunkt könnte sein, dass man sich das Ende schon von Anfang an erahnen kann. Aber hey? Wenn ich’s mir recht überlege.. Was soll’s? Es geht doch auch ohne Plottwists und Irreführungen. Manchmal geht’s einfach um den Weg zum Ziel, am I right?


Was war euer Lese-Highlight im Januar?

7 Gedanken zu “Gelesen: Januar 2016.

  1. Ich fand „Ready Player One“ auch awesome! Und seit ich den gelesen habe, wünsche ich mir, dass bald endlich mal diese Ganzkörper-Gaming-Gestelle ausgereift sind und man die für weniger als Tausende Euro bekommt. :D Dann würde ich nämlich vielleicht auch mal mit dem Zocken anfangen. Momentan möchte ich nämlich verhindern, dass ich noch mehr Zeit vorm PC verbringe und in zwei Jahren keinen Rücken mehr habe.^^ Also die Dinger hier mein ich: http://cyberith.com/product/ Sieht cool aus, oder? ;)

    Death Note ist leider einer dieser Fälle, wo ich zuerst den Anime geschaut habe. Danach kann ich mich dann irgendwie nie dazu bewegen, auch noch den Manga zu lesen, selbst wenn ich weiß, dass der viel detaillierter oder besser sein soll. :( Wenn man die Sachen natürlich auf dem Flohmarkt finden würde, dann sähe das vielleicht anders aus … ^^
    Bei Owari no Seraph muss ich jetzt leider meine Ignoranz preisgeben … Worum geht’s da? o.o Ich bin mir sicher den Manga schon ein paar Mal im Buchladen gesehen zu haben, kann mich aber null dran erinnern, ob ich ihn weggelegt hab, weil mich das Genre nich angesprochen hat oder ob ich ihn gar nich erst in der Hand hatte, weil ich schon fünf andere Sachen kaufen musste. :D
    Deine Artikelfotos sind übrigens alle sehr schön! :)

    • EY, DAS GERÄT SIE SO NICE AUS, ICH WILL DAS! Ich zocke zwar auch nicht oft, aber ich hatte so Bock Tomb Raider oder The Last of Us mit so ’nem Ding zu spielen! <3
      Ich verstehe dein Problem bei Death Note sehr gut. Eigentlich bin ich zu geizig, um die fehlenden sechs Bände zu bestellen, aber ich würde es schon gerne noch lesen, bevor ich den Anime schaue. /o\
      Zu Owari no Seraph: Viele nennen es auch "Attack on Titan mit Vampiren". Schau dir am besten mal die erste Folge an (oder lies das erste Kapitel) dann bist du eigentlich schon voll drin. Ich find's jedenfalls sehr empfehlenswert! <3

      • JA! XD Das einzige, was mich im Moment tröstet ist, dass a) die Dinger hoffentlich irgendwann noch billiger und besser werden und b) anscheinend im Moment alle Menschen, die länger mit 3D-Brillengedöns spielen, danach ihre Sicht erstmal wieder auf „Realität“ umstellen müssen. Also die dürfen dann in den nächsten Stunden kein Auto fahren und sowas, weil die Tiefenwahrnehmung noch verkorkst ist. ^^

  2. Hey,
    also The Bronze Horseman sagt mir vom Namen her gar nichts, aber ich musste bei deiner Beschreibung gleich an ein anderes Buch denken, dass zeitlich gesehen einen ganz ähnlichen – naja, oder eigentlich den gleichen – Schauplatz hat und welches ich sehr gerne mochte: Stadt der Diebe von David Benioff. Ich fands damals wirklich spannend zu lesen :)

  3. Isaaa!! Wir haben – nach deiner Erwähnung in einem älteren Beitrag – Seraph of the end in Rekordzeit geschaut und obwohl Micha ein paar Kritikpunkte hat, kann ich nur sagen: Miyuu forever!!! <3 ^^
    Die beiden sind einfach so wundervoll… hach… Darf ich mir die Mangas von dir ausborgen wenn wir wieder Zuhause sind?? :)

    • Oaaaah, ihr seid so klasse! <3 Kritikpunkte hatte ich beim Anime auch so manche, aber nachdem ich den Manga gelesen hab, hat alles viel mehr Sinn gemacht. :D
      Mikayuu ist einfach everything, ey! <3333

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