On the road again: Unser Roadtrip durch Irland.

DCIM100GOPROG0270648.

Roadtrip, whuuuuuuhuuuuu! Irland, yiiiiiiiiihaaaaaaa! … Holy Shit, fahren auf der linken Straßenseite.
Das waren eigentlich die einzigen Gedanken, die mir im September täglich durch den Kopf gingen. Ich wollte schon immer nach Irland, wusste, dass ich Roadtrips lieben würde [obwohl ich vorher noch nie einen solchen gemacht hatte] aber ich hatte schon so meine Bedenken, was das Autofahren auf der „falschen“ Straßenseite anging. Jedoch wurden mir meine Sorgen relativ schnell genommen – Und zwar als ich herausfand, dass man zwar bereits ab 21 Jahren [gegen einen nicht unbedingt geringen Aufpreis] in Irland einen gemieteten Wagen fahren durfte, dabei aber schon mindestens fünf Jahre lang im Besitz seines Führerscheins sein musste. Tja, 21 bin ich zwar und habe meinen Führerschein auch zum frühstmöglichen Zeitpunkt mit 17 gemacht, besaß ihn dann aber trotzdem erst seit gloriosen 4 Jahren… Und schon war ich aus der Fahrgeschichte raus. Glücklichweise ist Jo, mit der ich dieses Abenteuer in Angriff genommen habe, eine weise, alte Dame von stolzen 26 Lenzen, deshalb blieb das Ganze an ihr hängen, hehe. Ich spreche also für sie, wenn ich euch jetzt sagen: Links fahren ist nicht ganz so schrecklich, wie man denkt. Der schlimmste Moment ist gleich der Erste: Wenn man vom sicheren Flughafen-Parkplatz der Autovermietung hinaus ins große Dublin fährt. Wir hatten Glück, denn wir mussten nur zwei Kreisel und noch ein paar ungefährlichere Straßenmeter hinter uns bringen und waren dann schon auf der Autobahn [beziehungsweise auf dem motorway]. Und Autobahn fahren ist in Irland genauso easy-peasy wie Zuhause. Da fährt man ja auch meistens auf der linken Seite – Nur eben schneller als 120km/h. [Jap, die Motorways haben Geschwindigkeitsbegrenzungen. In Irland 120km/h und in Nordirland nur 112km/h, also 70mph – Sehr sehr nervig während längeren Strecken.]

IMG_8648

Okay, jetzt habe ich euch ganz schön mit Fakten überschüttet, obwohl ich noch nicht mal ganz am Anfang begonnen habe. Also nochmal einen Schritt zurück: Bevor wir überhaupt in die Nähe eines Mietwagens kommen konnten, mussten wir uns einen Flug nach Irland buchen. Und welche Billig-Airline wäre da besser geeignet als Ryanair? Naa? Naa? Richtig, keine. Wir haben von Frankfurt-Hahn nach Dublin pro Nase 75€ bezahlt. [Überlegt euch das mal! Das sind 37,50€ pro Flug!]
Haha, ich liebe das. Ich liebe Billigflüge aus den Untiefen meiner Seele.
Der Flug an sich war auch ganz angenehm, bis auf die Tatsache, dass wir so ziemlich die letzten waren, die eingestiegen sind und alle Leute ihre scheiß Riesenkoffer als Handgepäck verkauft haben – Das war definitiv kein Handgepäck mehr, ihr Hunde. Das war ausgewachsenes Flugzeugbauch-Gepäck! – und ich meinen [genau ausgemessenen und für ebendiesen Zweck erworbenen Cabin Max-] Rucksack zwischen die Beine klemmen musste! Grrrr. Aber naja, was soll’s? Bei dem Preis will ich nicht rumheulen. Aber wenigstens die Flugbegleiter hätte es mal interessieren sollen.

Foto 24.09.15, 14 03 39Nach dem Flug konnten wir recht schnell unseren zuvor erwähnten Mietwagen von SIXT entgegennehmen, bekamen eine kurze und verständliche Einweisung, checkten das Fahrzeug auf Kratzer, Beulen und so weiter [Wichtig: Immer Bilder machen, damit euch nix angehangen werden kann!] und freuten uns dann erstmal ’ne Runde wie die Schneekönige, dass wir diesen schicken Flitzer für eine Woche unser Eigen nennen durften!
Guckt doch nur, wie süß er ist! [Und ganz ehrlich: Wir hatten Anfangs schon ein bisschen Schiss, irgendeine Schrottkarre zu bekommen, die nach 500 Metern stehen bleibt.. Jedoch vollkommen unberechtigt, unser kleiner Clio hat einen super Job gemacht und uns nie im Stich gelassen.]

Und dann machten wir uns schon auf den Weg zu unserem ersten Ziel: Killyleagh. Dort hatte ich über Airbnb ein wunderschönes Apartment direkt am Strangford Lough gefunden, das ich euch hiermit zu 100% weiterempfehle. Vor dieser Reise habe ich noch nie mit Airbnb zutun gehabt und es hätte echt nicht besser laufen können! Die Buchung war unkompliziert, der Preis absolut in Ordnung und unsere Gastgeberin Susan ist die süßeste Person, die ich jemals kennenlernen durfte. Sie wohnt zusammen mit ihren beiden goldigen Hunden zirka 100 Meter vom Apartment entfernt und hat uns nach ein bisschen Small Talk gleich darin herumgeführt und uns erklärt, wie alles funktioniert.  Sie empfahl uns ein paar Sehenswürdigkeiten, riet uns auch von einigen Touristenfallen ab, und als wir ihr erklärten, dass wir Killyleagh quasi als Basecamp benutzen wollten, um uns ein paar Drehorte von Game of Thrones anzuschauen, erzählte sie uns gleich von ihrem Kumpel, der mal als Statist in einer Folge mitwirken durfte – So cool! Sie erwähnte außerdem, dass sie Robben studiert, die man an bestimmten Orten am Lough super beobachten kann und sie uns gerne mitnehmen würde, falls wir Lust hätten. Lust hatten wir schon – Nur leider keine Zeit. Weil ich ein Überplaner bin, hmpf. [Weshalb wir schon am ersten Abend beschlossen, auf jeden Fall nochmal für mindestens eine Woche Urlaub dort zu machen ;D]
Susan war also schon mal ein Highlight für sich. Aber das Apartment war ebenfalls der absolute Oberhammer. Die Aussicht! [Kein Bild kann dieser Aussicht gerecht werden] Der viele Platz! Das bequemste Sofa der Welt! Diese Betten! Gott, ich wünschte, ich könnte dort für immer wohnen.

Wir verbrachten zwei Nächte in Susans Apartment und haben diese kurze Zeit wirklich genossen. Es war der ideale Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in Nordirland. So konnten wir an einem Tag die Cushendun Caves, Carrick-a-Rede, den Giant’s Causeway und The Dark Hedges ansehen! Über diese Ziele werdet ihr auch noch mehr in einem seperaten Blogpost erfahren – Ich habe noch so viel darüber zu erzählen und Bilder zu zeigen, dass das hier absolut den Rahmen sprengen würde.

IMG_8775

Nach unserem Aufenthalt in Nordirland hatten wir eine lange, lange, laaaaange Fahrt vor uns. Genauer gesagt fünf Stunden auf dem motorway. Ich hatte definitiv schon bessere Ideen, als zwei AirBnBs zu buchen, die so weit voneinander entfernt liegen.. Aber ich wollte so gerne zu den Cliffs of Moher, dass mich in meiner unklugen Planung niemand aufhalten konnte, hehe. Die endlose Fahrt hat sich aber im Nachhinein auf jeden Fall gelohnt. Die Klippen waren der nackte Oberwahnsinn [ich werde euch noch mit gefühlten 500 Bildern zuspammen, versprochen!] und auch unser zweites AirBnB war wunderbar! Wir haben eine sehr gemütliche Nacht bei Maura und Ronny verbracht, wurden mit selbstgemachten Pancakes, Scones und Bananenbrot verwöhnt und hatten wieder einen tollen Ausblick aufs Meer. Außerdem sind die Cliffs of Moher nur zirka zehn Minuten entfernt – Definitiv zu empfehlen!

Nachdem wir einen kompletten Tag lang die Cliffs of Moher bestaunt haben, machten wir uns auf den Weg zu unserer letzten Station: Dublin! Wir konnten ganz unproblematisch unseren Mietwagen wieder am Flughafen bei SIXT abgeben und dann in Richtung Hotel aufbrechen. Ganz am Anfang unserer Planungsphase hatte ich über HRS Deals ein Angebot für das CityNorth Hotel, einige Kilometer nördlich des Flughafens, gefunden. Der Preis war durch das Angebot okay – 110€ für zwei Personen und zwei Nächte – und das Hotel mir auch sehr gut gefallen, aber die Verkehrsanbindung vom Flughafen bis dorthin ist superkacke! Ich hatte blöderweise nicht daran gedacht, mich darüber zu informieren und deshalb mussten wir uns ein Taxi für 80€ teilen, um dorthin zu kommen. Hmpf. Zwar gab es auch einen Bus, der relativ regelmäßig pendelte, aber wir waren schrecklich müde, die Fahrt hätte ewig gedauert, der Fahrplan ließ sich ziemlich seltsam lesen und wir hätten durch Umbauarbeiten auf der Strecke sonstwo umsteigen und laufen müssen.. Also beschlossen wir, in den sauren Apfel zu beißen. Naja..
Was ich euch damit sagen möchte, Kinder: Planung ist manchmal wirklich alles!

IMG_9519

Am nächsten Tag war die Fahrt in die Innenstadt jedoch kein Problem. Nachdem uns die netten Leute vom Hotel erklärt haben, welche Busverbindungen man am besten nehmen sollte, hat alles super geklappt. Wir konnten einen enspannten Tag in Dublin verbringen, unsere letztens Essensvorräte futtern, in einem niedlichen Café zusätzlich noch viel zu viel Kuchen ins uns reinstopfen und ansonsten eine ganze Menge Sightseeing machen. Dublin ist eine superschöne Stadt und ich fand es wirklich schade, dass wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause fliegen mussten.. Ich wäre am liebsten noch mindestens eine Woche dort geblieben. Und noch eine Woche an der Küste. An jeder Küste. Und mitten in Irland. Eigentlich überall. Irland ist awesome. HachHachHach.

Wie ihr ja sicher schon bemerkt habt, war dies hier erstmal ein Post über unsere Reiseroute, den Mietwagenspaß, die Unterkünfte und so weiter. Über alle einzelnen Stationen werde ich in den nächsten Wochen noch ein paar Posts raushauen, damit ich euch mit all den Bildern eine lange Nase machen kann, hihi. Nee, aber im Ernst. An Irland kann man sich einfach nicht statt sehen, das konnte ich schon nach sechs Tagen dort feststellen [naja, eigentlich schon nach ein paar Stunden].


Ich hoffe, ich kann einigen von euch dieses wunderschöne Land ans Herz legen..
Das heißt, falls ihr nicht sowieso von Anfang an verliebt wart, wie ich.
Und sollte jemand von euch gerade einen Roadtrip durch Irland planen
und irgendwelche Fragen dazu haben  – Haut raus!
Ich bin bei weitem kein Experte, aber vielleicht habe ich mich ja
auch schon damit auseinander gesetzt und kann helfen.
Dafür kann so ein Blog ja auch gut sein. :)

 

5 Gedanken zu “On the road again: Unser Roadtrip durch Irland.

  1. Pingback: On the road again: Beautiful Dublin! | the world in a box

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s