Serienreview: Doctor’s Diary.

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Ich gebe es gerne zu: Ich bin grundsätzlich kein Fan von deutschen Film- und Serienproduktionen. Oder deutschen Schauspielern – Nein, auch nicht Matthias Schweighöfer!
Aber natürlich gibt es auch von dieser Regel einige Ausnahmen: Türkisch für Anfänger, zum Beispiel habe ich geliebt und verschlungen, sowohl im Serien-, als auch im Filmformat. Es gibt auch noch einige andere Beispiele – da bin ich mir sicher – die mir nur leider gerade nicht einfallen.
Jedenfalls kann ich seit einigen Monden einen neuen Punkt auf meine Liste setzen: Doctor’s Diary. Empfohlen von einer Leidensgenossin auf einem überdurchnittlich langweiligen Lehrgang und in Komplettbox im Kaufland bereitstehend, dachte ich mir: Why not?

Worum gehts
„Dr. Gretchen Haases Leben liegt in Scherben: Mit fast 30 Jahren zieht sie wieder bei ihren Eltern ein, nachdem sie ihren Bräutigam kurz vor der Hochzeit in flagranti erwischt hat. Ihr einziger Trost bleibt der innig geliebte Schokoriegel. Anstatt verheiratet in der eigenen Praxis findet sie sich als Assistenzärztin in der Chirurgie unter der Fuchtel ihres Vaters wieder. Wenigstens beruflich will sie endlich Karriere machen – und steckt umgehend wieder in heftigen emotionalen Turbulenzen. Gleich zwei Männer bringen ihr Herz zum Klopfen und treiben den Schokokonsum enorm in die Höhe: In Ober-Macho Dr. Marc Meier, Oberarzt der Chirurgie, ist Gretchen seit ihrer Schulzeit hoffnungslos verknallt. Aber auch der edelmütige Gynäkologe Dr. Mehdi Kaan, den eine Aura von Tragik umgibt, scheint sein Herz an Gretchen zu verlieren.“

Rezension auf Amazon

Meine Meinung

Ich weiß, ich weiß! Es klingt irgendwie bescheuert. Es klingt nach Love-Triangle und Alles-schon-mal-da-gewesen und allein der Ausdruck „Ober-Macho“ bringt einen eigentlich schon zum würgen.. Und irgendwie ist es auch genau so, wie man es sich vorstellt, wenn man diese kurze Zusammenfassung auf Amazon liest. Aber gleichzeitig ist es noch um einiges mehr.
Zum Beispiel ist Gretchen Haase die Art Hauptperson, zu der man eine gewisse Hassliebe aufbaut, weil sie sich oft so bescheuert (!) verhält, aber gleichzeitig auch irgendwie genau so ist, wie man selbst.
Auch einige Nebencharaktere, wie Schwester Sabine, Schwester Gabi, Alexis von Buren oder Marc’s schrecklichschlechte Autoren-Mutter, sind einfach nur zum verlieben.
Außerdem ist die Geschichte oftmals so lustig erzählt, dass man sich bei manchen Szenen einfach nur – ‚tschuldigung – einpissen könnte.
[So nebenbei: Sollte jemand von euch einen Youtube-Clip von Gretchens erstem Date mit Alexis finden, teilt ihn bitte mit mir. Ich würde das so gern als Beispiel einfügen!]

Natürlich gibt es auch, wie fast überall, Dinge, die mich sehr genervt haben und die ich jetzt und hier rauskotzen muss: Zum einen ist da die Tatsache, dass sich immer und immer wieder über Gretchen’s Gewicht/Figur lustig gemacht wird. Klar, sie hat einen ordentlichen Busen und ein etwas runderes Gesicht. Aber, meine Fresse, sie ist nicht fett! ARGH!
Naja, um trotzdem fair zu bleiben: Die Serie ist nicht die einzige, die Schauspielerin Diana Amft als das „ewige Dickerchen“ darstellt. [Vielleicht stört ja auch nur mich das..]
Was mich gleich zu Punkt 2 auf meiner Rant-List bringt: Marc Olivier Meier!
Oh, mein Gott. Wie sehr ich diesen Typen hasse. Da kocht bei mir echt alles über. Jahrelang ist er so ein dämlicher Scheißsack zu Gretchen – mobbt sie, sowohl in der Schule als auch bei der Arbeit, behandelt sie wie Dreck und macht sie emotional komplett fertig – und trotzdem (!) kommt sie immer wieder zu ihm zurück. Und nicht nur bei ihr kommt er mit dieser Scheißtour durch. Nein, meisten anderen Charaktere und auch die meisten Zuschauer haben irgendwie einen Narren an dem Kerl gefressen.. Was ich echt nicht nachvollziehen kann.
Oh, Mann. Ich würde gern noch so viel mehr dazu schreiben.. Aber damit kämen dann auch die Spoiler und das ist ja auch nicht der Sinn der Sache..

An dieser Stelle sei noch hinzugefügt: Obwohl ich Marc zutiefst verabscheue, ist der Schauspieler David Florian Fitz superheiß und macht seine Sache echt gut. Nur, dass wir uns nicht missverstehen. ;D

Fazit

Obwohl mir das Ende der dritten Staffel gehörig gegen den Strich gegangen ist, ändert das nichts an meiner hohen Meinung und der Qualität Serie. Die 24 Episoden machen viel Spaß und lassen sich echt super Binge-Watchen. Die Schauspieler leisten gute Arbeit, der Soundtrack ist klasse und ihr werdet sicher den ein oder anderen Lachkrampf bekommen, wenn ihr Doctor’s Diary eine Chance gebt.

Zwei Sterne

Ich vergebe drei von fünf Sternen.

Und damit ihr euch jetzt auch noch selbst ein kurzes Bild machen könnt:
Viel Spaß mit dem Trailer zur zweiten Staffel. [Die anderen sind alle zu kurz.]

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