Filmempfehlung: God Bless America

„Wieso halten wir an einer Zivilisationsform fest, wenn keiner daran interessiert ist, sich zivilisiert zu verhalten?“

Frank ist ein guter Kerl, ehrlich. Er ist freundlich und klug und so rechtschaffen wie es eben geht. Er hat es nur nicht sonderlich leicht im Leben. Beispielsweise leidet er unter schlimmen Migräne-Anfällen und Schlaflosigkeit. Dem amerikanischen Drecks-Fernsehen. Seiner verwöhnten Tochter. Den Kollegen. Den Arschloch-Nachbarn, die ihn jeden morgen zuparken. Oder rund um die Uhr dummen Mist labern. Oder deren fettem Baby.

„Ich meine, die Leute reden nicht mal mehr richtig miteinander. Die schnattern einfach nur noch das nach, was sie im Fernsehen sehen oder im Radio hören, oder was sie sich im Internet reinziehen. Wann hast du das letzte Mal eine richtige Unterhaltung geführt, ohne, dass jemand gesimst, oder auf einen Bildschirm oder einen Monitor über deinem Kopf gestarrt hat? Also eine Unterhaltung, bei der es nicht um etwas ging wie, ehm.. Promis, Klatsch und Tratsch, Sport oder um Pressemeldungen.
Naja. Etwas von Bedeutung oder etwas Persönliches.“

Eines Tages verliert Frank seinen Job … Warum? Weil er Karen vom Empfang einen Strauß Blumen nach Hause geschickt hat und sie dies als Sexuelle Belästigung betrachtete.

Kurz darauf erkennt sein Arzt den Grund für Frank’s fürchterliche Migräne-Anfälle. Er hat einen riesigen Tumor im Kopf. Den Tumor herauszuoperieren sei ebenso gefährlich wie ihn drin zu lassen.

Frank will sich umbringen. Alles beenden. Er zweifelt schon seit langem an der Menschheit. Warum dem Ganzen also nicht ein Ende endlich setzen?
Und dann sieht er Chleo im Fernsehen. Die reiche, hübsche Chleo, die in so einer „My Supersweet 16“-Sendung komplett ausrastet, weil ihre Eltern ihr das falsche Auto geschenkt haben.

Also fällt ihm doch noch etwas ein, womit er seine verbleibende Zeit auf Erden füllen kann. Er klaut also das Auto seines Nachbarn und fährt damit zu Chleo. Um sie umzubringen.

Mit dieser Tat weckt er das Interesse von Roxy, die ihn kurzerhand dazu überredet mit dem Morden weiterzumachen. Natürlich müssen nur die Leute dran glauben, die es auch wirklich verdient haben!

„Wen killst du als nächstes? Nimmst du auch Wünsche entgegen? Denn ich denke da an ein paar aus den Kardashians.. Meinen Sportlehrer.. Typen, die High-Fives geben. Also eigentlich alle Sportler.. Twilight-Fans! Typen, die abfahren auf ‚Punkrock‘. Ehm.. Wer geht mir denn sonst noch auf den Sack? Oh! Mormonen und andere religiöse Arschlöcher, die verhindern wollen, dass Schwule heiraten dürfen. Und Erwachsene Frauen, die ihre Brüste als ‚Mädels‘ bezeichnen. Urgh!“

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Ich bin eigentlich kein allzu großer Freund von Ballerfilmen (Ausnahmen bestätigen die Regel!) aber God Bless America hat er mir einfach angetan. Sowohl Frank als auch Roxy sind in meinen Augen unglaublich sympathische Charaktere, die ganz wunderbar von Joel Murray und Tara Lynn Barr gespielt wurden. Er hat einen Sinn und eine Botschaft zu vermitteln. Außerdem liebe ich viele Zitate und auch den Soundtrack.

Seht ihn euch an, liebe Leute. Wenn ihr etwas Humor habt und auch ein bisschen nachdenken könnt, werdet ihr es sicher nicht bereuen.

Und ich vergebe mal ganz spontan fünf von sechs Sternen.

 

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