I have stuck with Harry ‚til the very end.

Der folgende Text mag etwas wirr sein. Aber ich bin es auch.
Seht euch den Film einfach an, dann werdet ihr es verstehen.
Nehmt Taschentücher mit.
Sie werden nicht nur für die feuchten Augen sein, glaubt mir.
Sondern auch für die feucht gewordenen Unterhöschen!

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Mittwochabend war es also soweit. Alles hat ein Ende gefunden. Die letzte Schlacht gegen Voldemort, um Hogwarts und um die ganze Welt wurde gefochten, es wurde geweint, geliebt, gekämpft, gestorben .. und ich hatte die knüppeldickste Latte, die ihr euch vorstellen könnt!
Aber schön langsam und der Reihe nach:

Ich persönlich hatte ja furchtbare Angst vor’m letzten Teil. Weil es so endgültig war. So beeindruckend, so .. groß! Deshalb habe ich mir den Meisenmann, Matjes und Gretelchen unter beide Arme geklemmt und marschierte so in bester Begleitung ins Kino. Um auch ja ungestört zu sein, reservierte ich fast die ganze restliche Reihe neben uns für Tyler Durden (hat auch geklappt, mache ich jetzt sicher öfter) und das Abenteuer konnte beginnen.

(Sollte ich einige Abläufe durcheinander bringen, nehmt es mir nicht übel. Klarkommen ist schwer.)

Anfang. Voldemort, der Elderstab, Dumbledore’s Grab. Epische Musik, Potter-Streichorchester, eben. Alte Schule, meine Damen und Herren.

Harry an Dobby’s Grab, Shell Cottage. Luna, die feststellt, dass es wunderschön dort ist und dass Muggel glauben, dass Traumfänger das Böse vertreiben, oder so. Harry, der den Raum betritt und findet: „Es ist Zeit mit ihm zu reden“.
‚Er‘ ist in diesem Falle Griphook (falls ihr euch nicht erinnert: das ist der Kobold, den das Trio im letzten Teil zusammen mit einigen anderen aus diesem seltsam dunklen und unendlich beengten Untergeschoss der Totesser befreit hat).  Pläne werden geschmiedet, Hermine wird zu Bellatrix und Ron zu so ’nem Typ mit Bart, dessen Namen ich nicht kenne. Mithilfe des Imperio-Fluchs und dem Kobold-Heini schaffen sie es Letztenendes in die Zaubererbank einzubrechen, einen weiteren Horcrux zu stehlen und dann auf dem Rücken eines zermürbten, aber doch sehr goldigen Drachen (begleitet von wunderschöner, zu Tränen rührender Musik) zu fliehen. Erster Moment, in dem ich hätte heulen können. Unter imenser Kraftanstrengung schaffte ich es jedoch, mich zurückzuhalten.

Um nicht allzuviel vom Film zu verraten springe ich ein wenig vor.
Wir lernen Aberforth kennen, Dumbledores Bruder, der verdammt verbittert wirkt, aber doch einen gewissen Sexappeal  (und einen stolzen Bart) besitzt. Mir jedenfalls hat er gefallen. Dummerweise verschwindet der Gute schon nach kurzer Zeit, wird jedoch sogleich von einem neuen Neville mit sehr kantigem und  kaputtgespielten Gesicht ersetzt. Er hat sich in der Zwischenzeit zu soetwas wie dem Max Manus von Hogwarts hochgeschlafenkämpft und ist .. ja, doch .. irgendwie sexy geworden. Er führt Harald, Ronaldo und Herminchen durch einen tollen kleinen Tunnel und bringt sie so zum Rest der Widerstandsgruppe. Wiedersehenfreude, Adrenalin .. und Harry, der einen ansehnlichen Ständer bekommt, weil er Ginny erblickt. Süß, der Kleine.

Mein eigener Ständer wächst stetig, als unsere Widerstandskämpfer sich nun gegen Snape (der wiedermal eine so erotische, langsame Ansprache hällt ♥) und die bitterbösen Slytherin auflehen. Harry schwingt eine heldenhafte, aufrührende Rede, Minerva unterstützt ihn, wo sie kann.
Ich verliebe mich unterdessen in sie. Minerva McGonnagall, die mir in den vorherigen Teilen nie besonders aufgefallen ist, beeindruckt mich zutiefst. Ich sage zu Gretel: „Sie ist so unendlich wütend, all der Hass gegen diese schlechte Welt, gegen all diesen Mist, der da läuft, schießt gerade aus ihr heraus und trotz allem strahlt sie diese unendliche Würde aus.“
Gretel nickt und lächelt. Sie versteht es.

So weit, so hart. Die Hogwarts-Schüler & -Lehrer errichten Zauberschutzmauern, erwecken Steinstatuen zum Leben und Minerva bringt mich dazu, sie noch mehr zu lieben. Harry sucht unterdessen das Diadem von Ravenclaw und erhofft sich Hilfe von der ebenso schönen, wie grauen, Helena. Sie, von PMS und Stimmungsschwankungen geplagt, kann den todtraurigen Harry-Augen nicht lange widerstehen und sagt sowas poetisches, was ihn dazu bringt, im Raum der Wünsche nachzusehen. Er findet das Diadem.
Draco, Scheiße & Goil. Ron und Hermine, welche es inzwischen geschafft haben, sich zu küssen. (Und .. ach ja! Einen Horcrux mithilfe einen Basiliskenzahns zu zerstören, aber das ist ja eher Nebensächlich. Ich mein.. SIE HABEN SICH GEKÜSST, ALTER!) Feuer. Zauberstäbe. Wichtel. Viel versteckter Kram. Besen. Wilde Flucht aus dem Raum der Wünsche.

Eine der epischsten Schlachten der Filmgeschichte beginnt. Tote, Feuer, Trümmer und missgebildete Gestalten, überall. Es ist der Wahnsinn.
Ich kann sie nicht beschreiben. Alles, was ich sagen könnte, würde diesem Spektakel nicht gerecht werden.

Voldemort tötet Snape. Nunja, eigentlich tötet Nagini Snape, aber sie ist nur eine Schlange. Oder etwa nicht?! Nein! Sie ist ein weiterer Horcrux, aha!
Harry sprintet zu Snape, eine sehr homoerotische Szene beginnt. Snape beginnt zu weinen, fleht mit letzter Kraft und allerletztem Lebenswillen „Fang sie auf“ und Harry fängt sie auf. Die Träne ist eine Erinnerung, beziehungsweise sehr viele Erinnerungen zusammengefasst.
Im Denkarium: Snapes Leben, so bitterliche traurig, so wunderschön, dass ich nun doch anfage zu weinen. Die Liebe, die dieser Mann für Lilly empfunden hat, ist zu viel für mich. So viel ertrage ich nicht, ehrlich.
Wir finden herraus, dass Snape immer auf Dumbledore’s Seite war, ihn nur getötet hat, weil der bärtige selbst es so wollte.
Ich wusste doch, dass meine Zuneigung für Snape nicht ungerechtfertigt war.

[Ich bin so geschafft, Junge. Sowas schreib‘ ich nie wieder.]
Um euch das Ende nicht gänzlich zu verraten [und mich nicht vollends zu töten], nur noch Stichworte:

‚I open at the close‘ ; Du warst so mutig, mein Junge ; „Bleibt ihr bei mir?“ – „Ja, bis ganz zum Schluss..“ ; Nasen-Voldi zeigt schönstes Lächeln ; Haariger, trauriger Hagrid ; Krüppel-Voldi-Baby ; Gandalf-Dumbledore ; Kings Cross ; hocherotische Neville-Ansprache ; Schwertgefuchtel ; Epische Zeitlupen-Momente ; Molly vs. Bellatrix ; ‚Not my daughter, bitch!‘ ; Elderstäbchen ; Grün vs. Rot ; Harald vs. Voldi ; Gut vs. Böse ; Nase vs. Keine Nase ; ‚Because I have something worth living for‘. Ja, und er hat etwas wofür es sich zu Leben lohnt …

19 Jahre später. ♥
Viele, viele Kinder mit seltsamen Namen. Hachigkeit hoch 200.

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