Gelesen: Januar 2016.

Der Januar war mit 18 gelesenen Büchern ein sehr erfolgreicher Monat für mich! Ich glaube, so viele Bücher habe ich noch nie in so kurzer Zeit geschafft – Auch, wenn einige davon Mangas und andere einfach grundsätzlich recht kurz waren, bin ich auf eine stolze Anzahl von 4.493 Seiten gekommen. Und das ohne Urlaub oder Krankheitstage an der Arbeit! Yeah! Aber genug der statistischen Angeberei.

Let’s talk about some books!

Bildschirmfoto 2016-02-09 um 20.23.40Meine ersten Bücher im Jahr 2016 waren Ausgabe 1 – 7 des Mangas Owari no Seraph von Takaya Kagami. Wie bereits in meinem Weihnachtslieder Buch-Tag erwähnt, bin ich besessen vom gleichnamigen Anime, sodass ich [natürlich] auch den Manga besitzen und lesen musste. Was wirklich eine sehr gute Entscheidung war! Denn dadurch hatte ich viel mehr Zeit, mich näher mit dem Worldbuildung und den Charakteren [deren Namen ich nun endlich alle kenne!] zu beschäftgen, sie richtig zu verstehen und die Story noch viel mehr zu genießen. Ach, und die Zeichnungen sind so awesome! Und Mikayuu. Holy Shit. Was soll ich dazu noch sagen? OTP! OTP Forever and Ever. </3

Danach enttäuschte mich Jonathan Stroud ein großes bisschen mit Der wispernde Schädel, dem zweiten Teil seiner Reihe Lockwood & Co. Während ich Die seufzende Wendeltreppe noch recht originell und spannend fand, hat mich dieser Teil einfach nur gelangweilt. Und wenn es mal etwas interessanter wurde, musste Lucy gleich ins Bild springen und mal wieder eine Runde Hass auf alle weiblichen Wesen in ihrer Umgebung versprühen. Ugggh, so anstrengend!
Funfact: Meine Mutter hat sich das Buch – gleich nachdem ich es 2015 auf der Buchmesse gekauft hatte – von mir geliehen und sage und schreibe 9 Monate dafür gebraucht, um es zu beenden. Nicht, weil sie megalangsam lesen würde [Harry Potter und der Stein der Weisen hat sie zum Beispiel in einer Woche geschafft], sondern weil sie die Geschichte so elendig öde fand, aber nicht abbrechen wollte.

IMG_0365

Mit Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller habe ich mal wieder versucht, mich den Klassikern der Literaturgeschichte anzunähern. Ich fand es nicht ganz so anstrengend wie Hamlet [mit dem ich mich im Dezember auseinandergesetzt hatte], aber trotzdem noch nicht so richtig meine Wellenlänge.. Der Anime dazu hat mir auf jeden Fall deutlich besser gefallen, wenn mich meine Kindheitserinnerungen jetzt nicht trügen. ;D Ganz witzig fand ich dagegen Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare. Dieses Stück war zum größten Teil sehr gut zu lesen und die Handlung hat mir auch ganz gut gefallen. Da finde ich es immer sehr traurig, dass ich solche Werke nie in der Schule behandeln durfte.

Bildschirmfoto 2016-02-12 um 15.08.10The Bronze Horseman von Paulina Simmons war das dickste Buch, das ich im Januar beenden konnte. Eigentlich lag es von der zeitlichen Anordnung nicht unbedingt in meinem üblichen Bereich – Ich glaube, ich habe noch nie etwas gelesen, das zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gespielt hat – Aber nachdem ich überall nur Schwärmerei darüber gelesen habe, musste ich es einfach ausprobieren.
Alle geschichtlichen Aspekte [besonders die Belagerung Leningrads und das langsame aushungern des Volkes] fand ich unheimlich interessant. Grundsätzlich mochte ich auch die Charaktere, obwohl mir gerade Tatiana sehr naiv vorkam und sich [trotzdem Charakterentwicklung nach Ausbruch des Krieges] immer wieder hat ausnutzen lassen.. Beim Hype um die Liebesgeschichte zwischen Tatiana und Alexander kann ich aber leider nicht mitmachen. Dafür hat mich einfach zu viel daran gestört.. Das komplette Dasha-Drama zum Beispiel, und auch oftmals Alexanders Verhalten Tatiana gegenüber. Nichtsdestotrotz fand ich The Bronze Horseman sehr interessant und hat mich definitiv davon überzeugt, öfter mal meine „Comfort Zone“ zu verlassen und Geschichten zu lesen, die nicht in meiner Zeit spielen. Oder in der nahen/fernen Zukunft.

Vor zirka einem Jahr hatte ich mir auf einem Nachtflohmarkt Death Note, Volume 1 – 6 von Tsugumi Ohba gekauft, die seitdem unberührt in meinem Bücherregal lagen. Irgendwie hatte ich seit diesem Kauf nie wieder richtig Lust darauf, den Manga in Angriff zu nehmen. Aber nachdem ich so begeistert von Owari no Seraph war, wurde mir in der letzten Januar-Woche klar: Meine Zeit ist gekommen! Und ja, so war es dann auch. Ich habe mich superschnell durch alle sechs Bände gesuchtet und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Light Yagami ist so ein interessanter Bösewicht-Oder-Eventuell-Auch-Held-Je-Nachdem-Welchen-Gerechtigkeitssinn-Man-So-Hat und die Jagd, die zwischen ihm und L beginnt, ist oftmals wahnsinnig spannend. Das einzige Problem, das ich jetzt habe ist.. Woher bekomme ich die anderen sechs Bände zu so einem Spottbilligen Preis wie auf dem Nachtflohmarkt? ;D

Und last but not least: Ready Player One von Ernest Cline. Diese Geschichte habe ich mir als ebook gegönnt und so geliebt! Das Worldbuilding war richtig super durchdacht und gründlich und die ganze Darstellung von Online-Games, der Spannungsaufbau und die Charaktere waren alles, was ich mir früher schon von Sword Art Online erwartet hatte – Ich weiß, ich vergleiche hier Äpfel und Birnen aber ich fand die Idee hinter SAO so gut und am Ende wurde es durch eine übertrieben kitschige Lovestory verhunzt und ich war so enttäuscht! Zwar gibt es in Ready Player One auch eine kleine Liebesgeschichte, die eigentlich unnötig gewesen wäre, aber die stört auch einfach nicht weiter, weil sie dem Plot nicht im Weg war und die Suche nach Hallidays Easter Egg trotzdem an erster Stelle stand. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war, dass die Spieler in der Oasis zwar alle ziemlich fit aussahen, im Real Life aber alles andere als schlank und sportlich waren und jeder so seine kleinen und großen Problemzonen hatte. Ohhh, und die 80er Jahre Referenzen! Ich habe zwar nur so jede fünfte tatsächlich selbst gekannt, aber das hat mir absolut gar nichts ausgemacht, weil alles immer ganz locker erklärt wurde. Mein einziger Kritikpunkt könnte sein, dass man sich das Ende schon von Anfang an erahnen kann. Aber hey? Wenn ich’s mir recht überlege.. Was soll’s? Es geht doch auch ohne Plottwists und Irreführungen. Manchmal geht’s einfach um den Weg zum Ziel, am I right?


Was war euer Lese-Highlight im Januar?

The Unpopular Opinions Booktag.

Vielen Dank für’s taggen an die großartige Liesa.

Ein beliebtes Buch, das du nicht mochtest.

Das erste wirklich beliebte Buch, das mir da einfällt, ist City of Bones von Cassandra Clare. Ich verstehe nicht, was alle Leute daran so super finden, ehrlich. Die Charaktere fand ich flach, die Story lahm und der Schreibstil von Cassandra Clare hat mich – sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch – nicht begeistern können. Ohh, und The Selection von Kiera Cass fand ich auch ganz schlimm und einfach nur.. dumm?! Ansonsten kann ich hier nur die Üblichen Verdächtigen nennen: Shades of Grey und After Passion. Ich habe auch so das dumpfe Gefühl, dass diese beiden hier noch öfter auftreten werden.

Ein beliebtes Buch, das alle hassen, aber du magst.

Ich überlege jetzt schon gefühlte Stunden … FOR THE LOVE OF GOD I CAN’T THINK OF A SINGLE ONE!

Ein OTP, das du nicht magst.

Ganz klar Katniss und Peeta. Mein Gott, ich muss gerade sogar googeln, wie man Peeta überhaupt schreibt.. Aber for real: Peeta hat für mich nichts an sich, das ihn interessant oder.. Ship-bar(?) mit irgendjemandem macht. Vor allem nicht mit Katniss. Versteht mich nicht falsch – Ich hab nichts gegen ihn. Er ist ein netter Kerl und hat in den Hunger Games [und Folgeteilen] ja sein Ding durchgezogen. Aber ich finde ihn einfach soooo nichtssagend. Gale dagegen.. Der hat mir von Anfang an gefallen.
Und ich habe so das Gefühl, dass es dem Herrn aus diesem Honest Trailer auch so ging wie mir.. ;D

Ein [beliebtes] Genre, das du nicht magst.

Thriller und Krimis. Zwar gibt es ganz bestimmt auch Ausnahmen, die ich bereits gelesen und für gut befunden habe – Aber die wollen mir gerade absolut nicht einfallen. Klassiker sind auch nicht so mein Ding, wenn ich ehrlich sein soll. Ich habe mich beispielsweise vor Kurzem durch Hamlet gequält und mir danach noch Ein Sommernachtstraum und Die Jungfrau von Orleans gegeben. Die letzten beiden fand ich okay, aber Hamlet war in schriftlicher Form ein echt harter Brocken Langeweile für mich – I’m sorry. Um mich nicht wie ein Kulturbanause zu fühlen, rede ich mir aber gerne ein, dass es nun mal ein Theaterstück ist und als solches auch Aufgeführt genossen werden sollte. Denn die Kinoversion des Stücks mit Benedict Cumberbatch als Hamlet hat mir durchaus gefallen.
[Was zwar auch zu großen Teilen Herrn Cumberbatch geschuldet ist.. Aber eben nicht komplett.]

Ein beliebter Charakter, den du nicht magst.

Pfff.. Christian Grey? Edward Cullen? Hardin IchKannMichNichtAnSeinenNamenErinnern?
Oh! Und da fällt mir noch jemand ein – Und sogar jemand, der ausnahmsweise mal kein manipulativer, ekelhafter Mistsack ist! Nein, ich meine nämlich Lucy aus Lockwood & Co von Jonathan Stroud! Während ich sie in Die Seufzende Wendeltreppe eigentlich noch ganz okay fand, ging sie mir in Der Wispernde Schädel absolut auf die Nerven. Aber lassen wir doch Vergangenheits!Isa erklären, wieso. Denn ich habe gerade eins meiner Status-Updates auf Goodsreads nachgelesen und musste doch ein kleines bisschen schmunzeln: “Lucy ist anderen Frauen gegenüber so aggressiv eingestellt, das geht gar nicht! Ständig will sie Mädchen Ohrfeigen verpassen, oder findet sie grundsätzlich scheiße, weil sie blond sind. Oder schlank. Ehm, ehrlich..? WTF? Da frage ich mich immer, ob der Autor selbst so eine bescheuerte Einstellung zu Frauen hat oder ob er Lucy absichtlich so.. scheiße gemacht hat. Ugh.”

Ein beliebter Autor, mit dem du irgendwie nicht klar kommst.

Oh, vielleicht die Autoren der “beliebten” Bücher, die ich hier schon mehrfach erwähnt habe? *hust*

Ein typisches Buchelement, das du nicht mehr sehen kannst.

Jetzt kommts. Jetzt lass ich alles raus: Erstmal hasse ich es, dass in jedem verfluchten Buch, das ich zur Hand nehme, irgendeine Romanze entsteht. Ich habe nichts gegen Liebesgeschichten, aber dieser Überfluss daran geht mir einfach nur auf den Senkel. Vor allem, weil man den Eindruck bekommt, dass in der Welt der Autoren und Verlage angenommen wird, dass ein [YA-]Buch ohne Lovestory nicht mehr funktionieren würde. Ganz besonderes hasse ich hierbei diesen ganzen Insta-Love Dreck. Wieso sind Leute, die sich zum ersten Mal sehen, von einer Sekunde auf die andere unsterblich verliebt ineinander? WIESO? Mein neustes Beispiel ist hierfür Passenger von Alexandra Bracken. Das Konzept der Geschichte ist so cool: Zeitreisende Piraten! What’s not the love? – Well, the Lovestory. Etta & Nicholas? Ihr nervt! Kommt klar. Ehm, ja.. Weiter geht’s mit Lovetriangles. ICH KANN ES NCHT MEHR SEHEN. Vor allem dann, wenn es auch noch damit verbunden ist, dass die weibliche Hauptperson sich bis dato immer hässlich fand und unscheinbar und noch nie etwas mit dem anderen Geschlecht zutun hatte. UND wenn sie meint, sie wäre „zu dünn“ und „flach wie ein Brett“ – Aber natürlich finden die zwei Boys, die sie jetzt „entdeckt“ haben, wunderschön und perfekt und plötzlich sagen ihr alle Leute, dass sie schon immer wunderschön und perfekt war. Ugggggh. Dass grundsätzlich alle Menschen immer schlank und schön sind, nervt mich sowieso. Und wieso hat nicht mal jemand ’ne Brille? Wieso ist 98% der bekannten/beliebten Buchwelt Hetero und weiß? Wieso sind alle Mädchen immer noch Jungfräulich und unberührt, wenn sie ihre große Liebe treffen? Wieso werden Männer geschrieben, die ihre Freundinnen ernsthaft “Babe” nennen? Und wieso können Charaktere monatelang durch die Wildnis tappen oder in einer Hunger Games Arena eingesperrt sein, ohne, dass sie mal auf’s Klo müssen?!

Okay, das läuft langsam aus dem Ruder und ich rudere wild am Punkt vorbei. Sorry, this has to stop.

[Nein, ich bin doch noch nicht fertig: Augen mit Dimm-Lichtschalter. Wechselnde Augenfarben. Die Beschreibung “er roch wie Zedernholz und Apfelmus und Mottenkugeln UND ETWAS, DAS ICH NUR ALS [Name des Love-Interests] BESCHREIBEN KONNTE”. Girl Hate! Verkacktes Verhalten mit einer “schweren Kindheit” zu rechtfertigen. Oaaarh, es gibt einfach so unsagbar viel Mist, ey.]

Eine beliebte Buchreihe, bei der du kein Interesse [mehr] hast, sie zu lesen.

After Unnötig? City of A Lot of Things? Shades of Scheiße? Sorry, mir fällt nur noch das gleiche ein.

Welche Filmadaption fandest du besser als das Buch?

Och, da gibt es sicherlich einige. Herr der Ringe ist immer mein Lieblingsbeispiel, um diesen Satz zu entkräften. Der große Gatsby hat mir auch ein bisschen besser gefallen als das Buch – Genau wie Maze RunnerWas aber wahrscheinlich daran liegt, dass Thomas in den Filmen nicht so ein nerviger Sack ist. Und – um auch mal eine Serie zu nennen – The Vampire Diaries ist um Längen besser, als die komplette Buchreihe zusammengenommen. Zwar habe ich bisher nur bis zur vierten oder fünften Staffel geschaut, aber ich bin mir sicher, dass die Serie diese Bücher niemals unterbieten wird.


Nochmals besten Dank fürs taggen an die liebe Liesa! Ich brauche zwar immer ewig, um solche Tags umzusetzen [und meine Antworten sind auch nicht gerade die abwechslungsreichsten], aber sie machen mir trotzdem eine Menge Spaß! Vor allem, wenn ich dabei rummeckern kann. ;D Ich tagge Laura und Alice! Weil ich sie lieb hab und die Welt öfter Blogposts von ihnen bekommen sollte.

On the road again: Beware the Cliffs.

Nachdem unsere Erkundungstour von Nordirland beendet war und wir eine ordentliche Mütze Schlaf nachgeholt hatten, hieß es auch schon wieder: Tschüß, Susan! Tschüß, Wohnung! Tschüß, Killyleagh!

HALLO MOTORWAY.

Das trifft es tatsächlich sehr gut, denn wir haben an diesem Tag kaum etwas anderes gesehen, als Straße. Fünf Stunden Fahrt lagen zwischen Killyleagh und unserem nächsten AirBnB in Lahinch. Fünf Stunden Fahrt bei festen 120km/h. Und somit keine Möglichkeit, in irgendeiner Art und Weise ein bisschen Zeit gut zu machen.. Glaubt mir, es war anstrengend – Nur verschiedenste Gesangs-Sessions vom Herkules Soundtrack und ein Zwischenstopp bei Burger King haben uns davon abgehalten, wahnsinnig zu werden. Aber immerhin hatte man bei 120km/h kein Problem damit, in Ruhe die Landschaft zu genießen. Und die ist ja, wie wir mittlerweile alle wissen, in Irland mehr als sehenswert.

IMG_9194

Am Abend kamen wir dann bei Maura und Ronny an und machten es uns in ihrem Bed and Breakfast gemütlich. Lahinch ist wirklich eine wunderschöne Gegend und so dauerte es auch nicht lange, bis wir einen Picknick-Platz mit Meerblick gefunden hatten, an dem wir den Tag ausklingen lassen konnten.

IMG_9218

IMG_9232

Und am nächsten Tag war es dann auch schon soweit. Wir konnten endlich den Grund bestaunen, wegen dem wir fast 300 Meilen weit über den Motorway gehirscht sind: Die Cliffs of Moher.
ERNSTHAFT, DIESE KLIPPEN SIND DER SHIT! Ich bin so verliebt und werde mich wohl niemals in meinem Leben daran sattsehen können. Glaubt mir, keines dieser Bilder kann dem echten Anblick auch nur annähernd gerecht werden. Und auch keine Beschreibung könnte das. Ihr müsst also spätestens jetzt auf irgendeine Billigflug-Website gehen und euch einen Flug nach Irland buchen – Ich will nicht, dass ihr euer Leben weiterleben müsst, ohne einmal diese Klippen gesehen zu haben.
[Sorry, das war vielleicht ein ganz kleines bisschen übertrieben. Aber es ist wirklich verdammt schön dort. ^__^ Und jetzt werde ich auch die Klappe halten und die Bilder sprechen lassen. Enjoy!]

IMG_9266

IMG_9334

IMG_9337

IMG_9283

IMG_9382

IMG_9461

IMG_9375

On the road again: GoT-Feels in Nordirland.

Hey, wer hätte das gedacht? Ich habe doch tatsächlich einen weiteren Irland-Post verfasst! Nachdem euch der erste Blick auf unseren Roadtrip scheinbar ganz gut gefallen hat, wollte ich euch nicht allzu lange zappeln lassen und habe “jetzt schon” unsere ersten Ausflugsziele niedergeschrieben.
Seid stolz auf mich, bitte. Ich bin es jedenfalls. [Aber Vorsicht! Das Ganze wird sehr bilderreich.]

Nachdem wir unseren ersten Tag in Irland doch eher unproduktiv [und größtenteils schlafend] verbracht hatten, holten wir diese verlorene Zeit am zweiten Tag auf jeden Fall wieder rein. Wir standen früh auf, schwangen unsere Hintern ins Auto und machten uns auf den Weg, um noch tiefer in den Norden vorzudringen. Wie bereits erwähnt, wollten wir in Nordirland unbedingt verschiedene Game of Thrones Drehorte erkunden – Und nach zirka 1 1/2 Stunden Fahrt gelangten wir auch schon an unser erstes Ziel: Die Cushendun Caves. Das ist der Ort, an dem Melisandre in der zweiten Staffel  diesen Schatten.. Dämonen.. Dingsi.. ehm, naja, das Licht der Welt erblicken lässt? Jedenfalls ist das voll die coole Höhle!

Cushendun selbst lässt sich aber auch nicht lumpen. Der Strand ist superschön, die Aussicht erst recht und es gibt unzählige kleine Spazierwege, die ich am liebsten alle abgelaufen hätte. <3

Ein ganz besonderes Highlight war für mich auch der amtierende Ziegenkönig Johann! Schaut ihn euch an, mit seinen knuffigen Bäckchen und selbstbewusstem Auftreten. Er ist der beste König. Für immer.

Nachdem wir Johann gefühlte Stunden lang bewundert hatten, hieß es aber auch schon wieder: Hühner gesattelt und weitergeritten! Als nächstes führte uns unser Weg zur Carrick-a-Rede Rope Bridge.

IMG_8795

Carrick-a-Rede ist eine kleine Insel, die durch eine Hängebrücke mit dem Festland verbunden ist.
Und diese Hängebrücke ist echt ein Abenteuer für sich! Zwar ist sie nur 20 Meter lang, hängt aber dafür auch 30 Meter über einer Meerenge und ich war beim Überqueren sehr froh darüber, dass ich nicht unter Höhenangst leide. Funfact Nummer 1: Diese Brücke wurde vor rund 350 Jahren von Fischern gespannt, die Lachse fangen wollten. “Carrick-a-Rede” bedeutet nämlich wortwörtlich “Fels im Weg” und bezieht sich darauf, dass die Insel den Lachsen, die zu ihren Laichplätzen kommen wollen – Einfach verdammt im Weg ist und sie drumherum schwimmen müssen. Für die Fischer war es dann natürlich ein leichtes, einfach ihre Netze auszuwerfen und sich die Fische zu krallen. Funfact Nummer 2: Die wahnsinnig schöne Umgebung wurde in Game of Thrones als Drehort für Storm’s End benutzt.

IMG_8833

IMG_8837

IMG_8839

IMG_8843

IMG_8850

IMG_8877

IMG_8893

IMG_8915

IMG_8922

IMG_8925

Logischerweise hatten wir noch nicht genug vom Sightseeing. Wir sind Profis. Natürlich hatten wir noch ein oder zwei Asse im Ärmel. Deshalb fuhren wir als nächstes weiter zum Giants Causeway.
Beim ersten Blick, der so über die Bilder schweift, könnte man natürlich sagen: “Oh, wow. Ein Haufen Steine”. Das stimmt. ABER! Es ist ein ganzer Haufen ECKIGER Steine! Look at it! It’s amazing!
Ehrlich, der Giants Causeway ist wunderschön. Und auch, wenn mir der Eintritt ein kleines bisschen wehgetan hat, hat es sich auf jeden Fall gelohnt! Auch der Audioguide war echt nützlich – Denn hinter fast jeder Gesteinsformation steckt die ein oder andere witzige Legende. Obwohl es mir oft schwer gefallen ist, genau hinzuhören, weil es viel zu viel Spaß gemacht hat, einfach wild drauflos zu klettern.

IMG_8954

IMG_8959

IMG_8968

IMG_8978

IMG_8987

IMG_9002

IMG_9062

Nachdem wir den steilen Weg zurück zum Auto hinter uns hatten, wurde es so langsam ziemlich dunkel. Deshalb war es mir leider nicht möglich, unserem letzten Ausflugsziel des Tages fotografisch gerecht zu werden. Als wir nämlich an den Dark Hedges – die in Game of Thrones zur King’s Road wurden – ankamen, war es schon so düster, dass ich meine Kamera damit nicht mehr klar kam. Aber naja, dieses verwackelte Bild ist zumindest nicht ganz so fürchterlich. Und die Bremslichter des Autos vor uns sehen irgendwie cool aus, hehe. [Es war übrigens IRL viel dunkler als es auf dem Foto aussieht! Lacht nich! :D]


Und das war er auch schon. Unser zweiter Tag in Irland.
[Ich hoffe, ihr hattet WLAN und musstet nicht eure Mobilen Daten opfern, um die Bilder zu sehen]
Freut euch schon mal auf mehr Küstenbilder. Und Dublin!

On the road again: Unser Roadtrip durch Irland.

DCIM100GOPROG0270648.

Roadtrip, whuuuuuuhuuuuu! Irland, yiiiiiiiiihaaaaaaa! … Holy Shit, fahren auf der linken Straßenseite.
Das waren eigentlich die einzigen Gedanken, die mir im September täglich durch den Kopf gingen. Ich wollte schon immer nach Irland, wusste, dass ich Roadtrips lieben würde [obwohl ich vorher noch nie einen solchen gemacht hatte] aber ich hatte schon so meine Bedenken, was das Autofahren auf der “falschen” Straßenseite anging. Jedoch wurden mir meine Sorgen relativ schnell genommen – Und zwar als ich herausfand, dass man zwar bereits ab 21 Jahren [gegen einen nicht unbedingt geringen Aufpreis] in Irland einen gemieteten Wagen fahren durfte, dabei aber schon mindestens fünf Jahre lang im Besitz seines Führerscheins sein musste. Tja, 21 bin ich zwar und habe meinen Führerschein auch zum frühstmöglichen Zeitpunkt mit 17 gemacht, besaß ihn dann aber trotzdem erst seit gloriosen 4 Jahren… Und schon war ich aus der Fahrgeschichte raus. Glücklichweise ist Jo, mit der ich dieses Abenteuer in Angriff genommen habe, eine weise, alte Dame von stolzen 26 Lenzen, deshalb blieb das Ganze an ihr hängen, hehe. Ich spreche also für sie, wenn ich euch jetzt sagen: Links fahren ist nicht ganz so schrecklich, wie man denkt. Der schlimmste Moment ist gleich der Erste: Wenn man vom sicheren Flughafen-Parkplatz der Autovermietung hinaus ins große Dublin fährt. Wir hatten Glück, denn wir mussten nur zwei Kreisel und noch ein paar ungefährlichere Straßenmeter hinter uns bringen und waren dann schon auf der Autobahn [beziehungsweise auf dem motorway]. Und Autobahn fahren ist in Irland genauso easy-peasy wie Zuhause. Da fährt man ja auch meistens auf der linken Seite – Nur eben schneller als 120km/h. [Jap, die Motorways haben Geschwindigkeitsbegrenzungen. In Irland 120km/h und in Nordirland nur 112km/h, also 70mph – Sehr sehr nervig während längeren Strecken.]

IMG_8648

Okay, jetzt habe ich euch ganz schön mit Fakten überschüttet, obwohl ich noch nicht mal ganz am Anfang begonnen habe. Also nochmal einen Schritt zurück: Bevor wir überhaupt in die Nähe eines Mietwagens kommen konnten, mussten wir uns einen Flug nach Irland buchen. Und welche Billig-Airline wäre da besser geeignet als Ryanair? Naa? Naa? Richtig, keine. Wir haben von Frankfurt-Hahn nach Dublin pro Nase 75€ bezahlt. [Überlegt euch das mal! Das sind 37,50€ pro Flug!]
Haha, ich liebe das. Ich liebe Billigflüge aus den Untiefen meiner Seele.
Der Flug an sich war auch ganz angenehm, bis auf die Tatsache, dass wir so ziemlich die letzten waren, die eingestiegen sind und alle Leute ihre scheiß Riesenkoffer als Handgepäck verkauft haben – Das war definitiv kein Handgepäck mehr, ihr Hunde. Das war ausgewachsenes Flugzeugbauch-Gepäck! – und ich meinen [genau ausgemessenen und für ebendiesen Zweck erworbenen Cabin Max-] Rucksack zwischen die Beine klemmen musste! Grrrr. Aber naja, was soll’s? Bei dem Preis will ich nicht rumheulen. Aber wenigstens die Flugbegleiter hätte es mal interessieren sollen.

Foto 24.09.15, 14 03 39Nach dem Flug konnten wir recht schnell unseren zuvor erwähnten Mietwagen von SIXT entgegennehmen, bekamen eine kurze und verständliche Einweisung, checkten das Fahrzeug auf Kratzer, Beulen und so weiter [Wichtig: Immer Bilder machen, damit euch nix angehangen werden kann!] und freuten uns dann erstmal ’ne Runde wie die Schneekönige, dass wir diesen schicken Flitzer für eine Woche unser Eigen nennen durften!
Guckt doch nur, wie süß er ist! [Und ganz ehrlich: Wir hatten Anfangs schon ein bisschen Schiss, irgendeine Schrottkarre zu bekommen, die nach 500 Metern stehen bleibt.. Jedoch vollkommen unberechtigt, unser kleiner Clio hat einen super Job gemacht und uns nie im Stich gelassen.]

Und dann machten wir uns schon auf den Weg zu unserem ersten Ziel: Killyleagh. Dort hatte ich über Airbnb ein wunderschönes Apartment direkt am Strangford Lough gefunden, das ich euch hiermit zu 100% weiterempfehle. Vor dieser Reise habe ich noch nie mit Airbnb zutun gehabt und es hätte echt nicht besser laufen können! Die Buchung war unkompliziert, der Preis absolut in Ordnung und unsere Gastgeberin Susan ist die süßeste Person, die ich jemals kennenlernen durfte. Sie wohnt zusammen mit ihren beiden goldigen Hunden zirka 100 Meter vom Apartment entfernt und hat uns nach ein bisschen Small Talk gleich darin herumgeführt und uns erklärt, wie alles funktioniert.  Sie empfahl uns ein paar Sehenswürdigkeiten, riet uns auch von einigen Touristenfallen ab, und als wir ihr erklärten, dass wir Killyleagh quasi als Basecamp benutzen wollten, um uns ein paar Drehorte von Game of Thrones anzuschauen, erzählte sie uns gleich von ihrem Kumpel, der mal als Statist in einer Folge mitwirken durfte – So cool! Sie erwähnte außerdem, dass sie Robben studiert, die man an bestimmten Orten am Lough super beobachten kann und sie uns gerne mitnehmen würde, falls wir Lust hätten. Lust hatten wir schon – Nur leider keine Zeit. Weil ich ein Überplaner bin, hmpf. [Weshalb wir schon am ersten Abend beschlossen, auf jeden Fall nochmal für mindestens eine Woche Urlaub dort zu machen ;D]
Susan war also schon mal ein Highlight für sich. Aber das Apartment war ebenfalls der absolute Oberhammer. Die Aussicht! [Kein Bild kann dieser Aussicht gerecht werden] Der viele Platz! Das bequemste Sofa der Welt! Diese Betten! Gott, ich wünschte, ich könnte dort für immer wohnen.

Wir verbrachten zwei Nächte in Susans Apartment und haben diese kurze Zeit wirklich genossen. Es war der ideale Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in Nordirland. So konnten wir an einem Tag die Cushendun Caves, Carrick-a-Rede, den Giant’s Causeway und The Dark Hedges ansehen! Über diese Ziele werdet ihr auch noch mehr in einem seperaten Blogpost erfahren – Ich habe noch so viel darüber zu erzählen und Bilder zu zeigen, dass das hier absolut den Rahmen sprengen würde.

IMG_8775

Nach unserem Aufenthalt in Nordirland hatten wir eine lange, lange, laaaaange Fahrt vor uns. Genauer gesagt fünf Stunden auf dem motorway. Ich hatte definitiv schon bessere Ideen, als zwei AirBnBs zu buchen, die so weit voneinander entfernt liegen.. Aber ich wollte so gerne zu den Cliffs of Moher, dass mich in meiner unklugen Planung niemand aufhalten konnte, hehe. Die endlose Fahrt hat sich aber im Nachhinein auf jeden Fall gelohnt. Die Klippen waren der nackte Oberwahnsinn [ich werde euch noch mit gefühlten 500 Bildern zuspammen, versprochen!] und auch unser zweites AirBnB war wunderbar! Wir haben eine sehr gemütliche Nacht bei Maura und Ronny verbracht, wurden mit selbstgemachten Pancakes, Scones und Bananenbrot verwöhnt und hatten wieder einen tollen Ausblick aufs Meer. Außerdem sind die Cliffs of Moher nur zirka zehn Minuten entfernt – Definitiv zu empfehlen!

Nachdem wir einen kompletten Tag lang die Cliffs of Moher bestaunt haben, machten wir uns auf den Weg zu unserer letzten Station: Dublin! Wir konnten ganz unproblematisch unseren Mietwagen wieder am Flughafen bei SIXT abgeben und dann in Richtung Hotel aufbrechen. Ganz am Anfang unserer Planungsphase hatte ich über HRS Deals ein Angebot für das CityNorth Hotel, einige Kilometer nördlich des Flughafens, gefunden. Der Preis war durch das Angebot okay – 110€ für zwei Personen und zwei Nächte – und das Hotel mir auch sehr gut gefallen, aber die Verkehrsanbindung vom Flughafen bis dorthin ist superkacke! Ich hatte blöderweise nicht daran gedacht, mich darüber zu informieren und deshalb mussten wir uns ein Taxi für 80€ teilen, um dorthin zu kommen. Hmpf. Zwar gab es auch einen Bus, der relativ regelmäßig pendelte, aber wir waren schrecklich müde, die Fahrt hätte ewig gedauert, der Fahrplan ließ sich ziemlich seltsam lesen und wir hätten durch Umbauarbeiten auf der Strecke sonstwo umsteigen und laufen müssen.. Also beschlossen wir, in den sauren Apfel zu beißen. Naja..
Was ich euch damit sagen möchte, Kinder: Planung ist manchmal wirklich alles!

IMG_9519

Am nächsten Tag war die Fahrt in die Innenstadt jedoch kein Problem. Nachdem uns die netten Leute vom Hotel erklärt haben, welche Busverbindungen man am besten nehmen sollte, hat alles super geklappt. Wir konnten einen enspannten Tag in Dublin verbringen, unsere letztens Essensvorräte futtern, in einem niedlichen Café zusätzlich noch viel zu viel Kuchen ins uns reinstopfen und ansonsten eine ganze Menge Sightseeing machen. Dublin ist eine superschöne Stadt und ich fand es wirklich schade, dass wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause fliegen mussten.. Ich wäre am liebsten noch mindestens eine Woche dort geblieben. Und noch eine Woche an der Küste. An jeder Küste. Und mitten in Irland. Eigentlich überall. Irland ist awesome. HachHachHach.

Wie ihr ja sicher schon bemerkt habt, war dies hier erstmal ein Post über unsere Reiseroute, den Mietwagenspaß, die Unterkünfte und so weiter. Über alle einzelnen Stationen werde ich in den nächsten Wochen noch ein paar Posts raushauen, damit ich euch mit all den Bildern eine lange Nase machen kann, hihi. Nee, aber im Ernst. An Irland kann man sich einfach nicht statt sehen, das konnte ich schon nach sechs Tagen dort feststellen [naja, eigentlich schon nach ein paar Stunden].


Ich hoffe, ich kann einigen von euch dieses wunderschöne Land ans Herz legen..
Das heißt, falls ihr nicht sowieso von Anfang an verliebt wart, wie ich.
Und sollte jemand von euch gerade einen Roadtrip durch Irland planen
und irgendwelche Fragen dazu haben  – Haut raus!
Ich bin bei weitem kein Experte, aber vielleicht habe ich mich ja
auch schon damit auseinander gesetzt und kann helfen.
Dafür kann so ein Blog ja auch gut sein. :)

 

Hello Tomorrow and Goodbye to Yesterday II.

Ich muss eigentlich keinen ausschweifenden Rückblick auf meine Guten Vorsätze für 2015 schreiben. Nö, ich kann es euch ganz einfach in wenigen Sätzen zusammenfassen: Ich habe kein bisschen Klavier gespielt. Ich habe ab und an gekocht und ein paar Mal gebacken. Ich bin des Öfteren rausgegangen, aber auch mindestens genauso oft am Wochenende daheim geblieben, um mich mit einem guten Buch im Bett zu verstecken. [Das ist okay, mehr hätte ich eh nicht von mir verlangt.] “Travel the whole fucking world” lief ziemlich gut: Köln, Hamburg, London, Wien, Warstein [ja, das zählt auch], Dublin und viele weitere Orte in Irland, München und Marrakesch konnte ich in diesem Jahr erkunden. YES! <3

Bildschirmfoto 2015-12-31 um 12.57.32

Ganz gut gelesen habe ich, wie ihr sehen könnt, auch. Meine Goodreads Challenge von 50 Büchern habe ich mit ganzen 8 Büchern mehr bezwungen. Das ist echt kein schlechtes Ergebnis. Leider war mein damit zusammenhängender Vorsatz – meinen Stapel ungelesener Bücher abzubauen – nicht ganz so erfolgreich. Zwar habe ich mit der Mount TBR Reading Challenge versucht, zumindest 36 Bücher aus diesem Riesenhaufen zu streichen.. Aber das hat nicht ganz so geklappt, wie gedacht [22 davon habe ich tatsächlich gelesen, 4 abgebrochen und verkauft, weil ich sie kacke fand/kein Interesse mehr hatte und 10 blieben, was sie waren: Ungelesen].. Letztes Jahr habe ich nicht nachgezählt, wie viele Bücher mein TBR tatsächlich umfasst. Heute habe ich es getan. Es sind sage und schreibe 78 ungelesene Bücher, die hier rumliegen. Ugh. Aua. Ich wünschte, das würde mich irgendwie motivieren..

Aber hey! Neues Jahr, neues Glück.
Wir schreiben das Jahr zweitausendundsechzehn!
Diesmal in Special-Edition mit 366 Tagen.
Es wird also wieder einmal Zeit für unrealistische Vorsätze!

12465860_1226846353998926_5193909392218266915_o

Für 2016 möchte ich mir nicht nur Dinge vornehmen, die ich über’s ganze Jahr durchziehen will. Stattdessen habe ich mir mehrere kleine “Projekte” notiert, die für die meisten vielleicht gar nicht so schrecklich aussehen. Aber gerade an Punkt 01, 02 und 07 scheitere ich schon seit Monaten immer wieder und kriege es einfach nicht gebacken. Deshalb halte ich es für eine gute Idee, mal wieder den Druck des Im-Internet-Veröffentlichen zu nutzen, um diese Dinge endlich mal in Angriff zu nehmen.

01 – Meinen Kleiderschrank ausmisten: Und zwar so richtig. Keine scheinheiligen Ausreden wie “Naja, dann ziehe ich das nur an, wenn ich den ganzen Tag zuhause bleibe..” oder “Vielleicht passt mir die Hose ja wieder, wenn ich 200 Kilo abnehme und meine Beine 60 Zentimeter kürzer werden, hmmm”. Nein. Alle Klamotten, in denen ich mich nicht mehr wohl fühle, müssen weg. Und es wird auch nichts mehr heimlich auf dem Dachboden versteckt! Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt…

02 – Den Dachboden entrümpeln: Ja, da hat sich schon so einiges angesammelt. Alte Bücher, Kuscheltiere, Klamotten, Filme.. Alles, was das Herz nicht loslassen kann. Aber das ganze Zeug nimmt langsam Überhand. Also möchte ich dort so einiges in die Altkleidersammlung geben und so viele Bücher/Filme wie möglich bei Rebuy loswerden. [Um vom Guthaben wieder mehr Kram zu kaufen, ha!]

03 – Mindestens 60 Bücher lesen: Erklärt sich ja von selbst. Mein Goodreads-Leseziel habe ich dieses Jahr um 10 Bücher erhöht. Ich denke, das ist machbar. Vor allem, weil ich hier auch noch so einige Mangas rumliegen habe, die dringend gelesen werden wollen. Und die Chroniken von Narnia! ;D

04 – Alle Harry Potter Bücher rereaden: Ich mag es eigentlich selbst kaum glauben, aber bis letztes Jahr habe ich nur zwei Harry Potter Bücher mein Eigen nennen können. Damals, als ich alle Bände der Reihe zum ersten Mal gelesen habe, habe ich sie mir immer von meiner Tante ausgeliehen und dann einfach nie eingesehen, sie mir für teuer Geld selbst zu kaufen. Vor ein paar Monaten bin ich dann aber doch bei einer Runde Rebuy-Shopperei schwach geworden und habe mir alle Bände als Hardcover bestellt. Und wenn das nicht nach einem Reread schreit, dann weiß ich auch nicht.

05 – Mehr Bewegung: Nein, ich werde nicht zum Sportguru und ich nehme mir das auch nicht vor, um eine bestimmte Kleidergröße zu erreichen. Das klappt eh nicht, weil ich für solche hochgesteckten Ziele viel zu faul bin. Aber ich habe im letzten Jahr oft [wenn ich so drüber nachdenke, sogar relativ regelmäßig] Sport vor meinem MacBook betrieben – Blogilates nennt sich der Spaß. Es ist Quälerei. Ich hatte danach ÜBERALL Muskelkater und es hat mich Sport in den schmerzenden Folgetagen noch mehr hassen lassen, als sowieso schon. Aber ich muss einfach gestehen: Es hat mir gut getan. Ich habe seitdem weniger Rückenschmerzen, meine Ausdauer wurde besser und ich habe tatsächlich feststellen müssen, dass ich irgendwo in diesem Körper ein paar Muskeln besitze. Es ist verrückt, ich weiß.

06 – Mich mindestens einen Monat lang vegetarisch ernähren: Das ist ein Punkt, den ich mir heimlich schon seit Jahren vornehme. Ich weiß, ich könnte das schaffen. So viel Fleisch esse ich grundsätzlich eh nicht und es gibt so viele gute vegetarische Alternativen auf dem Markt und noch dazu tausende Rezepte im Internet. Aber irgendwie bin ich dann doch immer wieder eingeknickt.. Dieses Jahr möchte ich das Ganze aber wirklich durchziehen – And yes! I’m actually quite excited about this one.

07 – Mein Auto putzen: Erklärt sich von selbst. Und ist auch gar kein großes Ding. Eigentlich. Mein ganzer Körper wehrt sich aber schon seit Monaten dagegen. Und das ziemlich erfolgreich.

08 – Reisen, sooft es eben geht: Da mein derzeitiger Arbeitsvertrag nur bis Mai befristet ist, funktioniert mein geliebtes “Vorausplanen” nicht so gut wie 2015. Trotzdem möchte ich auch in diesem Jahr wieder viel reisen – Wahrscheinlich werde ich das einfach durch Wochenendtrips verwirklichen. Dabei trifft es sich gut, dass ich hier noch Reisegutscheine für München und Berlin rumliegen habe, das steht also schonmal fest. Ich wünsche mir aber auch, ein paar spontane Reisen auf die Beine stellen zu können.

09 – Gemüse anbauen. Und nicht eingehen lassen: Schaff ich eh nicht. Nehm ich mir aber trotzdem vor!

10 – Fotoalben: Ich liebe Kameras, ich liebe Fotos und ich liebe Fotoalben. Leider schaffe ich es nie, mich richtig dazu überwinden, ein paar meiner unzähligen Fotoalben auch tatsächlich voll zu kleben. 2016 soll sich das ändern! Ich möchte unbedingt mein Fotoalbum für England fertig machen und noch dazu ein Fotobuch von all meinen Reisen aus dem letzten Jahr erstellen. YOU CAN DO THIS, ISA!

IMG_0306


Habt ihr auch Vorsätze für 2016?
Oder seid ihr stark geblieben und sagt: “Scheiß auf Vorsätze”?

Übrigens: Falls jemand Tipps/Rezepte/Links für meinen Vegetarischen Monat hat..
Immer her damit! Ich nehme jede Hilfe, die ich kriegen kann. ;D

Jahresrückblick: 2015 in Bildern.

Als ich mir vorhin mein eigenes Instagram-Profil zu Gemüte geführt habe, musste ich mal wieder feststellen, was 2015 doch für ein supercooles Jahr für mich war. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben einen Job, der mir Spaß gemacht hat und noch dazu mit Kollegen, die ich echt gut leiden konnte. Ich konnte viel Zeit mit Freunden und mindestens genauso viele Stunden mit guten Büchern, Serien und Filmen verbringen. Gereist bin ich auch wie ’ne Nasse. Ich habe das Jahr 2015 innig geliebt und im Laufe der Zeit einige meiner bisher schönsten Erinnerungen geschaffen. *KitschKitschKitsch*

Um jetzt noch weiter in Erinnerungen zu schwelgen [und euch gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine wachsende iPhoto-Mediathek zu geben], habe ich mir für Januar bis Dezember ein Bild herausgesucht, das den jeweiligen Monat am besten beschreibt. Also dann.. Macht euch bereit! ;D

Januar

IMG_6347-w1500-h1000

Im Januar konnte ich die wundervolle Harry Potter Exhibition in Köln bestaunen. Es war superspannend, all die Kulissen, die einem in den Filmen [mal mehr, mal weniger] aufgefallen sind, von Nahem zu sehen und noch dazu alle möglichen Hintergrundinfos zu bekommen. Ich habe bestimmt über zweihundert Bilder in den verschiedenen Räumen verknipst und war einfach nur begeistert davon, was für eine tolle Ausstellung die Veranstalter da auf die Beine gestellt haben. <3 [Mehr Bilder findet ihr hier]

Februar

Februar2015

Der Februar beinhaltet meine beiden liebsten Lieblingsfeierlichkeiten: Meinen Geburtstag und Fasching. In diesem Jahr haben Ali und ich zwei Faschingspartys im Partnerkostüm gerockt – Nämlich als Rotkäppchen und Wolf im Großmutterkostüm. Und auch wenn viele Leute dachten, dass ich einfach nur ein Mensch im Nachthemd bin, fand ich unseren Aufzug einfach nur wahnsinnig genial, hehe.

März

März2015

Im März war ich mit Annika sowohl auf der Buchmesse [über deren Stimmung in dem Moment leider die Gefahr eines potenziellen, sehr sehr schlimmen Blitzer-Fotos schwebte – Don’t worry. Am Ende kam zum Glück doch nichts ins Haus geflattert. Bestimmt war der Film voll, oder so. Puuuh. ;D] als auch zum ersten Mal auf einem Nachtflohmarkt. Letzteres war echt eine interessante Erfahrung, aber wir mussten feststellen, dass auf dem Erfurter Nachtflohmarkt nur Mist angeboten wird. Und Mangas. Mangas, die wir beide gekauft, aber noch immer nicht gelesen haben, haha. Meine beste Ausbeute des Abends war jedoch ein bunt leuchtender Plastik-Kaktus, den ich aufrichtig liebe. Sein Name ist Hansi.

April

April2015

Im April habe ich [oder Dan&Phil] Alice dazu gebracht, sich in Attack on Titan zu verlieben. Den Screenshot von Alice Reaktion zu einer bestimmten Szene – den ich auf Twitter geposted hatte – sorgte kurze Zeit später dafür, dass wir auf Buzzfeed zu sehen waren. Unser zwei Sekunden Ruhm. Wir warten immer noch darauf, aufgrund dessen mehr Twitter-Follower zu bekommen und fame zu werden.

Mai

Mai2015

Mein allererster Junggesellinnenabschied. Also.. Nicht direkt meiner. Ich war nur dabei. Logisch.
Und auch, wenn ich zuerst nicht überzeugt davon war, stellte sich diese ganze Aktion doch als mega witzig heraus. Es floss eine Menge Sekt während wir zur Fallschirmsprung-Aktion der Braut gefahren sind, es gab eine Kutschfahrt, ein leckeres Picknick zwischendurch und Abends wurden noch harte Karaoke-Battles ausgefochten. Eine feine Sache so ein “JGA” [Die Abkürzung ist und bleibt schrecklich].

Juni

Juni2015

Im Juni haben ich mich zusammen mit Ali auf den Weg nach Hamburg gemacht, um dem fabelhaften George R.R. Martin ins Gesicht zu blicken. Der gute Mann hat dort nämlich seine erste Lesung in Deutschland abgehalten. Es war wunderbar. So wunderbar! Und was den ganzen Hamburg-Aufenthalt [über den ich hier übrigens einen Travelguide verfasst habe] noch perfekter gemacht hat, war die Tatsache, dass wir uns mit Laura und Ziska treffen konnten. HachHachHach. Love 5eva.<3

Juli

Juli2015

Mein erster Urlaub allein mit dem Muttertier war echt super! Wir haben zusammen eine Woche lang London unsicher gemacht, viel zu viel Geld ausgegeben und sowohl die typische Touristen-Tour [mit Besuch im Tower, London Eye, Changing of Guards, BlahBlahBlah..] abgehalten, als auch kleine Tagestouren gemacht. So waren wir zum Beispiel im Hever Castle – um unsere Anne Boleyn Obsession zu befriedigen – und beim Windsor Castle, um meinen künftigen Sommersitz abzuchecken.

August

August2015

Wien – Mein erster krassgünstiger Urlaubspiraten-Deal und noch dazu eine absolute Augenweide. Wer von dieser Aussicht noch nicht überzeugt ist, der darf sich hier gerne noch weitere Schnappschüsse ansehen. Schloss Schönbrunn und das Hundertwasserhaus waren meine persönlichen Highlights.

September

September2015

Im September habe ich mit einer Freundin 6 Tage in Irland verbracht. In unserem wunderschönen Mietwagen sind wir quer durch’s Land gepflügt und haben uns atemberaubende Landschaften angesehen – Beziehungsweise mit offenem Mund beglotzt. Rückblickend kann ich behaupten, dass das die schönste Reise war, die ich je gemacht habe. [Ich schreibe übrigens derzeit noch an ein paar Blogposts dazu, um euch ganz ausführlich zu zeigen, WIE AWESOME DAS ALLES WAR!]
Und ich hoffe schon die ganze Zeit, dass es mich 2016 wieder ins wunderschöne Irland verschlägt.

Oktober

Oktober2015

ICH WAR MIT ALI IN MÜNCHEN UND WIR HABEN UNS FALL OUT BOY ANGESEHEN, OHMEINGOTT!

November

November2015

Im kalten November wurden die Koffer gepackt, um für 8 Tage ins sonnige Marrakesch zu entfliehen. Einfach, weil wir große Fans von Essiebutton sind und sie mal Travelvlogs dazu geposted hat, in der sie Orangensaft in Massen trinkt und sich niedliche Woll-Hausschuhe ershoppt. Und obwohl Marrakesch schon ein kleiner Kulturschock war, haben diese paar Extra-Tage Sonnenschein meinem seelischen Zustand sehr geholfen und ich habe sogar mal ein kleines bisschen Farbe abbekommen – Heeeeey! Ich bin so stolz. Immer noch. Auch, wenn inzwischen schon alles wieder verblasst ist, höhö.

Dezember

Dezember2015

ICH HABE DAS BESTE WEIHNACHTSGESCHENK EVER BEKOMMEN. EINEN DECKE MIT ÄRMELN. DIE BESTE ERFINDUNG DER MENSCHHEIT SINCE SLICED BREAD. Glückliche Isa ist glücklich.


Zum Schluss möchte ich euch allen noch
EIN SUPERTOLLES JAHR ZWEITAUSENDUNDSECHZEHN
wünschen. Möge es genauso super werden wie 2015.