Gastblogging: The Fandom-Business.

Der eine oder andere von euch hat sicher vor kurzem Alicias Blogpost zum Thema Fandoms oder “How to Become a Fangirl” gelesen [falls nicht, holt das schleunigst nach]. Ich zumindest habe das getan und war schwer begeistert. Denn wenn es um Fandoms geht, kennt sich Alice bestens aus und findet immer die richtigen Worte. Und um das finden von richtigen Worten geht es mir auch jetzt im Moment.

Hohoho! Was für eine clevere Einleitung, Isa!

Wer mich kennt – egal ob im Internet oder im richtigen Leben – weiß, dass Fandoms für mich schon lange eine große Rolle spielen: Ich habe ein Harry Potter Tattoo, zirka 89% meines Kleiderschranks bestehen aus Fan-Shirts und fast jede meiner Handtaschen [oder Jutebeutel] hat mindestens eine Serien-Referenz aufgedruckt. Ich habe viele Fandoms geliebt, mich in Fan-Foren rumgetrieben, [schlechte] Avatare und Banner mit Photoshop gebastelt, tausende Ships geshippt und auch so manch eine Fanfiction gelesen [who am I kidding.. Gefühlt kenne ich jede Johnlock-Fanfic, die jemals veröffentlicht wurde]. Fandoms und ich, wir haben eine Geschichte. Aber irgendwie keine, die sich gut erzählen lässt. Sie waren einfach da, als ich sie am meisten gebraucht habe, und haben mich seitdem nicht mehr losgelassen. Aber [nee, das muss ein großes, mächtiges ‘aber’ werden] ABER es gibt tolle Menschen [die ich durch Fandoms und Twitter und noch mehr Fandoms kennengelernt habe, btw], die dafür umso mehr berichten können. Lena ist eine dieser Menschen und als ich vor ein paar Tagen ihren verzweifelten “sOMEONE LEND ME THEIR BLOG SO I CAN VENT UGH“-Tweet las, musste ich einfach zu Hilfe eilen. Jetzt wisst ihr also, aus welchem Grund wir uns heute hier versammelt haben. Also genug der Worte. Lehnt euch zurück, entspannt, trinkt ein schönes Tässchen Tee und genießt die Show. ;*

[Ich muss nicht erwähnen, dass sich
unsere Meinungen/Erfahrungen nicht
aufs Haar gleichen müssen, oder? Naaah.]
Isa out, bitches!

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First things first: Danke an die wundervolle Isa, die mir hier eine Plattform gibt, um meine Geschichte und meine Erfahrungen niederzuschreiben. Ich selbst bin [wie die Vergangenheit zeigt] ein wenig zu inkonsquent um einen eigenen Blog zu führen und bin wirklich froh, dass Isa mir genug vertraut und ich diesen Text auf ihrer Seite posten darf. – Internet friends are the fucking best, y’all.

Dann auch ein Dankeschön an Alicia, die mich auf die Idee gebracht hat, diesen Text zu schreiben und die mich schon durch so manches Fandom begleitet hat. #LeniciaTrueFriendship!

Mein Name ist Lena, ich bin 19 Jahre alt und online als @awayfromsight zu finden.
Ich bin bewusst mit/in Fandoms involviert seit ich 12 bin. Bei genauer Überlegung shippe ich schon seit der Zeit vor Harry Potter und Co. und frage mich, ob meine Eltern immer wussten, dass ich mal so werde, wie ich heute bin.

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March Favourites || 2015.

Meine ersten zwei März-Wochen verbrachte ich sterbend auf dem Sofa. Die blöde, alte, herumwandernde Grippe hatte ihren Weg nämlich auch zu mir gefunden und so konnte ich eigentlich gar nichts anderes tun, als herumzuliegen und viele Dinge zu konsumieren. Oder Zeugs zu bestellen. Oder Urlaubspläne zu schmieden. Ich hatte einfach so unglaublich viel Zeit! Und da ich somit auch ein bisschen was zu bieten habe, dachte ich mir, ich zeige euch ein paar meiner Lieblinge des Monats.

ENJOY THE MADNESS.

Bücher: ELEANOR & PARK! OH, MEIN GOTT. WAS BIN ICH DOCH VERLIEBT IN DIESES BUCH! AAAAH! … Gut, ich habe diesen Monat auch nur zwei Bücher gelesen, also hatten Eleanor und Park nicht viel Konkurrenz, aber trotzdem! Ich habe noch nie so eine wunderschöne, realistische und unaufgeplusterte Liebesgeschichte erleben dürfen. Hach. <3 Dass es sich bei Eleanor auch noch um meinen allerersten [bewusst wahrgenommenen] weiblichen Hauptcharakter handelt, der nicht als “dünn” beschrieben wird, verstärkt meine meine Liebe noch um ein vielfaches. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen “dünne” Charaktere, egal ob männlich oder weiblich. Es ist mir nur schon sehr oft aufgefallen, dass ich kaum Geschichten kenne, in denen der weibliche Charakter “dick” ist und diese Tatsache nicht das “Hauptproblem” ist, das gelöst werden muss. Wisst ihr? Gott, das waren viele Anführungszeichen.

Natürlich gibt es noch zirka 1000 weitere Gründe, um das Buch zu lieben. Lest es! Bitte!c4baca48665e4dc6791ce755b189b627

Serien: Seit kurzem bin ich absolut begeistert von The 100, einer großartigen Serie, die mir Alice ans Herz gelegt hat. Letzten Monat hat sie nämlich diesen Blogpost das Licht der Welt des Internets erblicken lassen – Lest ihn, liebt ihn, lebt ihn. Sofort! Wer danach immer noch kritisch sein sollte, darf sich den letzten Anstoß durch dieses Gifset von Bellamy Blake geben lassen. [Harr Harr]

In The 100 ist die Menschheit ein kleines bisschen krass angeschissen, weil die Erde schon seit 97 Jahren aufgrund von Radioaktivität unbewohnbar ist. [Psssst, Atomkriege sind böse!] Die Überlebenden fristen seither ihr Dasein in einer Raumstation, deren Sauerstoffvorräte langsam aber sicher zur Neige gehen. Um einen Ausweg aus dieser Situation zu finden, werden 100 kriminelle Jugendliche auf die Erde geschickt – Bestenfalls um festzustellen, dass diese wieder bewohnbar ist. Falls nicht.. Naja, hm.. Blöd.

Okay, ich bin ein grottiger Zusammenfasser. Also lest den Post von Alice und schaut den Trailer!

Podcasts: Ich höre eigentlich nicht allzu oft Podcasts, also müssen mich die, die ich mehrere Stunden durchhalte, wirklich süchtig machen. Nach Welcome to Night Vale hat sich nun ein neuer Podcast unter meine Lieblinge geschlichen: Serial! [Oh, mein Gott, der Shit ist so gut! Ich liebe es abgöttisch.]

''Serial''_(podcast)_logoIn Serial verfolgt man in 12 Episoden den Mordfall der achtzehn-jährigen Hae Min Lee, der im Jahr 1999 tatsächlich geschehen ist. Der Hauptverdächtige ist ihr damaliger Ex-Freund Adnan Masud Syed, der für den Zeitpunkt ihres Todes kein Alibi hat. Doch es gibt viele Lücken in diesem Fall.. In der Beweisführung, den Aussagen der Freunde von Adnan und Hae und und und. Die Reporterin und Produzentin Sarah Koenig hat sich diese Ungereimtheiten zur Brust genommen und rollt den Mordfall von Hae nun Stück für Stück in der ersten Staffel von Serial auf. Und es ist so – fucking – spannend! Ernsthaft, jeder von euch, der Kriminalfälle und Drama und Spannung mag, sollte sich das mal geben. Ich bin bisher leider noch nicht beim Finale angekommen, weil es nunmal nichts ist, das man vorm einschlafen hören kann und man sich auch Zeit nehmen sollte, um alles genau zu verstehen. Aber ich bin supergespannt darauf, wie alles endet. Wer lügt und warum und überhaupt und sowieso!

Filme: Mein Kino-Highlight in diesem Monat war ohne Zweifel The Theory of Everything, die Verfilmung der Lebens- und Liebesgeschichte des an ALS erkrankten Physikers Stephen Hawking [Eddie Redmayne] und seiner Frau Jane [Felicity Jones]. Wahrscheinlich haben viele von euch mitbekommen, dass Eddie Redmayne vor kurzem für seine phänomenale Darstellung einen Oscar eingeheimst hat – Und das absolut verdient, wie ich finde! Echt eine wahnsinnige Leistung, die mich komplett überzeugt hat! Oftmals fällt es mir nämlich schwer, einen bekannten Schauspieler als komplett neuen Charakter zu sehen [Also zum Beispiel nicht ständig zu denken: “Komm, sing uns doch mal ein Lied von leeren Stühlen an leeren Tischen vor, Marius!” … You know what I mean?!]. Aber hier war das genaue Gegenteil der Fall: Ich musste mir mehr als ein Mal ins Gedächtnis rufen, dass Eddie Redmayne nicht Stephen Hawking ist! Argh!
Aber natürlich liefern auch die Nebendarsteller einen superguten Job ab, der Film ist mitreißend, bringt einen zum nachdenken und ganz sicher auch das ein oder andere Mal zum weinen. Einfach großartig!

Youtube: Ori_and_the_Blind_Forest_LogoDank Pat habe ich mich in den letzten März-Tagen jede Nacht vorm Schlafen durch Gronkhs wundervolles Let’s Play von Ori and the Blind Forest gesuchtet. Ich hab keine Ahnung, wie ich den Inhalt möglichst sinnvoll wiedergeben soll, daher lasse ich es einfach und verweise auf Gronkhs Videos. Der ist nämlich absolut verliebt in dieses Spiel und es ist oberniedlich, ihm beim spielen zuzusehen. Ganz besonders goldig ist es, dass er jedes Mal “Autsch” sagt, wenn sich Ori wehtut. Gnaaaaah. <3

Außerdem bin ich noch verliebter in Dodie Clark als sowieso schon, schaue jeden Tag pünktlich meine Portion Good Mythical Morning und bestaune die Brille von Will Darbyshire. Und die Tanzkünste von Dan und Phil.

Sooo. Das waren sie auch schon, meine Lieblinge im März.. Wenn auch ein bisschen spät, hehe.
Erzählt mir doch von euren Entdeckungen im März!
Oder – falls ihr schon ein paar von meinen kennt – Was haltet ihr davon?

Ali und Isa on Tour – Day 6.

Unseren letzten Tag in London haben wir zum größten Teil mit unseren zwei Lieblingsbeschäftigungen verbracht: Rumsitzen und Essen. Komisch, fast wie am Tag zuvor, ne? Ehmmm, tja..

Aber vorher mussten wir uns natürlich auch eine Runde Kultur gönnen – Und wo ginge das besser als am Buckingham Palace? Coolerweise haben wir es pünktlich zum Changing the Guard geschafft und konnten uns sogar relativ gute Plätze ergattern. [Es wurde auch langsam Zeit, dass das mal klappt. Immerhin war das schon Versuch Nummer 3! Aber das Warten hat sich gelohnt. Es war awesome!]

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Danach haben wir ein paar richtig gute Stunden im Hard Rock Cafe verbracht, was auch ein echt tolles Erlebnis war. Die Kellnerinnen waren supernett, die Barkeeper obercool und das Essen megalecker!

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Ich weiß, dieser Eintrag ist irgendwie schon wieder unheimlich aussagekräftig.. Aber den Rest des Tages haben wir eigentlich nur damit verbracht, durch London zu stiefeln und unseren letzten Tag dort zu genießen. Und dabei sind noch ein paar nette Bilder entstanden. ;)

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Ali und Isa on Tour – Day 5.

I’m back, Bitches!
Naja, zumindest versuche ich es.. Es tut mir wirklich leid, dass es in den letzten Tagen, Wochen und Monaten so still um diesen Blog geworden ist, aber irgendwie habe ich einfach nie genug Zeit [oder Lust] aufbringen können, um mal wieder etwas zu posten. Aber jetzt ist es endlich wieder soweit! Das Warten hat ein Ende! … Ja, okay, sorry. Eigentlich möchte ich euch damit auch nur sagen, dass ich es mit diesen Post nicht nur geschafft habe, endlich mal wieder zu bloggen, sondern gleichzeitig sogar meine “Ali und Isa on Tour“-Reihe weiterführe. Der letzte Eintrag dazu war im August 2014.. Ich bin also nur ein ganz kleines bisschen hinter dem Zeitplan. *husthust* Ich verlinke euch mal Tag 1, 2, 3 und 4.

Da unser Urlaub mittlerweile über ein halbes Jahr her ist, fällt es mir jetzt etwas schwerer, mich an Details zu erinnern. Deshalb belasse ich es bei den Eckpunkten und lasse die Bilder für sich sprechen. :)
Unseren fünften Tag in London haben wir größtenteils in Parks verbracht. Gleich morgens haben wir uns auf den Weg nach Greenwich gemacht und haben dort [gefühlte] viele tausend Stunden verbacht.
Es war obercool! Ich mein, guckt doch nur – Da meditieren Leute auf Bäumen! Und die Aussicht.. Woah.

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Der perfekten Platz für eine kleine Stärkung – der Greenwich Market –  war zum Glück auch ganz in der Nähe. Und Leute, wenn sich nur eine Sache durch diesen Post in eure Gehirne einbrennt, lasst es diese sein: Ramen Burger? Sind der absolute Oberhammer! Ich meine, wenn ich mein Leben lang nur noch eine Sache essen könnte.. Das wär es. Oh, Gott. Ernsthaft. Ich bin verliebt. Omnomnomnomnomnom!

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Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Regent’s Park, chillten hart in der Gegend rum und schauten danach gleich beim Sherlock Holmes Museum vorbei. Leider konnten wir es nur von außen bestaunen.. Aber die Schlange vorm Museum war einfach unbezwingbar!

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Ich komm ja echt nur schwer drauf klar, was für eine wunderschöne Stadt London ist.. Ich kann mich nicht sattsehen. Ihr doch sicherlich auch nicht, oder? Es würde mich jedenfalls sehr wundern. ;D

The Harry Potter Exhibition! <3

Der Harry Potter Exhibition in Köln weine ich ja schon seit Oktober hinterher. Ich wollte da unbedingt hin, aber Zeit- und Geld- und Begleitungstechnisch hat es erst nicht allzu rosig ausgesehen.. Aber irgendwie [*with a little help of Annika’s Tante aus Köln] haben wir es an diesem Wochenende doch auf die Beine gestellt, sind fünf Stunden lang mit dem Fernbus über Autobahnen gegurkt und konnten uns am Samstag endlich diese großartige Ausstellung ansehen. Mir fehlen eigentlich die Worte, um sie treffend zu beschreiben, aber lasst mich zumindest eines sagen: Die Ausstellung ist sehr liebevoll und detailverliebt gestaltet und es macht wahnsinnig viel Spaß, sich die Kostüme und Gegenstände vom Set mal im “echten Leben” anschauen zu können! Glücklicherweise wurden uns blitzlose Fotos mit Muggelkameras erlaubt und deshalb möchte ich diese Gelegenheit gleich nutzen, um euch ein paar meiner Schnappschüsse zu zeigen. Klickt einfach auf “Weiterlesen” und schon kann’s losgehen! :)

Ach, ja, Moment noch: Jedem, der eventuell auch noch vor hat, die Harry Potter Exhibition zu besuchen, empfehle ich den Audio Guide, den man sich für fünf Euro dazubuchen kann. An fast jedem Ausstellungsstück findet man eine Nummer, die man in den Guide eingeben kann, um so viele Hintergrundinformation zu ihnen zu bekommen. Das macht Laune, ist super interessant und bringt einen dazu, selbst die kleinsten Details noch[!] genauer zu betrachten. Es lohnt sich also auf jeden Fall!

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Rezension: Drei Tage Manhattan-Begleitung gesucht.

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 Titel: Drei Tage Manhattan-Begleitung gesucht.
[Original: The Proposal.]
Autor: Tasmina Perry.
Verlag: Berlin Verlag – Taschenbuch – 430 Seiten.
AmazonGoodreadsLovelybooksVerlagsseite.

Worum gehts

 “Ältere Dame sucht nette Begleitung für Manhattan-Abenteuer vom 23. bis 27. Dezember.”
Für Amy Parrett, die junge New-Yorkerin in London, kommt diese Anzeige wie gerufen. Gerade hat ihr ehrgeiziger Freund Amy den Laufpass gegeben, statt ihr wie erhofft auf dem Tower von London einen Heiratsantrag zu machen. Die zweiundsiebzigjährige Georgia Hamilton ist zwar das genaue Gegenteil von ihr – vornehm, kultiviert und very british –, schließt die junge Amerikanerin aber sofort in ihr Herz. Als Georgia im weihnachtlichen Manhattan von Amys gebrochenem Herzen erfährt, beginnt sie ihre eigene Liebesgeschichte zu erzählen, eine tragische Geschichte, die ins Jahr 1958 nach London und zu den prächtigen Bällen der Debütantinnen führt. Und Amy begreift allmählich, dass sie es in der Hand hat, eine tiefe Verletzung im Leben ihrer älteren Freundin zu heilen.

Meine Meinung

Zirka seitdem ich die Hälfte dieses Buches hinter mir hatte, überlege ich bereits, ob ich eine Rezension schreiben, oder es doch lieber lassen sollte. Aber letztendlich hat meine “Ich muss meine Meinung in die Welt hinaus schreien!“-Ader gewonnen und jetzt bin ich hier gelandet und ihr scheinbar auch. Also lehnen wir uns doch einfach zurück, entspannen und erwarten, was ich scheinbar zu sagen habe.

Durch die “Aufnahmefrage” einer Lovelybooks-Leserunde bin ich auf die Geschichte von Amy und Georgia aufmerksam geworden. Diese lautete [so oder so ähnlich]: Was würdet ihr denken, wenn ihr eine solche Anzeige lesen würdet? Würdet ihr darauf reagieren oder es nur als Jux und Tollerei abtun?
Ich war – und bin es immer noch – der Meinung, dass eine Antwort definitiv nicht schaden kann. Immerhin kann so eine Reise zu einer wunderbaren Erfahrung werden, einem Abenteuer, von dem man noch Jahre später freudestrahlend erzählt.. Und, dass solche netten, alten Damen doch eigentlich immer ein paar tolle Geschichten und nützliche Weisheiten auf Lager haben. Also.. No risk, no fun!

Drei Tage Manhatten-Begleitung gesucht ist [mal so nebenbei bemerkt ein ganz fürchterlicher Titel] mein allererstes Buch der britischen Autorin Tasmina Perry und konnte mich leider nicht so ganz überzeugen, noch andere Werke von ihr zu lesen..
Zwar haben mir der ursprüngliche Gedanke, sowie der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen, jedoch habe ich sie mir vollkommen anders vorgestellt und es gibt in meinen Augen viele Dinge, die verbesserungswürdig sind. Die Kapitel wechselten zwischen dem Blickwinkel von Amy Carrell [Ja. In der Beschreibung oben steht “Parrett”, im Buch heißt sie jedoch plötzlich “Carrell”.. Hoppla!] – einer jungen Amerikanerin die in London lebt, kürzlich von ihrem Freund verlassen wurde und auf die Zeitungsanzeige von Georgia Hamilton antwortet um über Weihnachten nach Hause zu kommen – und Georgias Erinnerungen aus ihrer Jugend, die mit steigender Seitenzahl auch an Tragik wächst.

Die Kapitel, in denen es um Amys und Georgias Reise nach Manhattan ging, konnten mich nur an ein paar wenigen Stellen fesseln und ich war sehr enttäuscht, dass man wirklich überhaupt nichts von diesem typischen Reise-Feeling gespürt hat, das man bei solchen Geschichten sonst immer bekommt. Hier hat sich die gute Frau Perry scheinbar kaum Mühe gegeben, all die schönen Orte zu beschreiben, die es zu entdecken gibt. Was mich außerdem mehr als einmal gestört hat, war die sehr Klischee-behaftete Weise, wie sie Amy [und vor allem ihre Beziehung zu diesem blöden Mistsack Daniel *Entschuldigung*] beschrieben hat. Ich kann euch sagen: Die Theorie über das Ende ihrer Geschichte, die ihr euch bereits nach ein paar Kapiteln zurechtlegt.. Die stimmt zu allerhöchster Wahrscheinlichkeit.

Die Rückblicke in Georgias Vergangenheit dagegen sind ihr sehr gut gelungen. Die Darstellung der prunkvollen Debütantinnenbälle im Jahr 1958, der Klatsch und Tratsch und der Konkurenzkampf sowie die entstehenden Freundschaften unter den Mädchen kamen mir realistisch vor und es hat mir Spaß gemacht, diese Kapitel zu lesen. Und auch wenn die junge Georgia gerne mal ihre naiven Momente hat, wirkt das erfreulicherweise nicht im Ansatz zu Klischee-mäßig, wie bei der guten Amy. Puuuh.

Fazit

Drei Tage Manhatten-Begleitung gesucht ist im Grunde genommen kein schlechtes Buch. Aber in meinen Augen auch nicht unbedingt ein Gutes. Man sollte bestenfalls nicht allzu genau über die Geschichte nachdenken wollen oder große Charakterentwicklungen erwarten. So für Zwischendurch – als “Fun-Read” – ist es durchaus zu gebrauchen und man kann seinen Spaß damit haben. Immerhin ist Georgia eine sehr liebenswerte Figur mit einer interessanten und zum Teil sehr tragischen Hintergrundgeschichte und selbst Klischee-Amy Parrett/Carrell hat dann und wann ihren Charme.

Zwei SterneIch vergebe 3 von 5 Sternen
[aber eigentlich nur 2,5]